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Fraunhofer IISB

Neue Arbeitsgruppe treibt Forschung für Elektromobilität voran

| Redakteur: Stéphane Itasse

Das Fraunhofer Institut für integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB in Erlangen und Nürnberg hat jetzt eine eigene Arbeitsgruppe für Antriebstechnik und Mechatronik etabliert. Sie ergänzt die bisherigen Aktivitäten der Arbeitsgruppe Fahrzeugsysteme. Das Institut erweitert so seine Forschungsmöglichkeiten im Bereich der elektrischen Antriebe für den Fahrzeugeinsatz.

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Das TT-Hybridfahrzeug des Fraunhofer IISB im Elektrofahrzeug-Testzentrum des Instituts. (Fraunhofer IISB)
Das TT-Hybridfahrzeug des Fraunhofer IISB im Elektrofahrzeug-Testzentrum des Instituts. (Fraunhofer IISB)

Aufgaben und Ziele der neuen Arbeitsgruppe sind, nach Angaben des Instituts, vor allem Elektromotoren mit mechatronisch integrierten Antriebsumrichtern, die Entwicklung von Steuerelektroniken, Treiberschaltungen und Regleralgorithmen, die fahrzyklenbasierte Auslegung des gesamtelektrischen Antriebsstrangs sowie durchgängige CAD-Modellierungen und Simulationen.

Vielzahl an Projekten realisiert

Geprüft werden neue Entwicklungen im eigenen Testzentrum für Elektrofahrzeuge, das über einen Allrad-Rollenprüfstand, einen Achs-Motorprüfstand sowie eine befahrbare EMV-Messzelle verfügt, heißt es weiter. Bisher wurden unter anderem Projekte wie der Umbau eines Audi TT in ein Hybridfahrzeug und in Getriebegehäuse integrierte Hybridantriebe realisiert.

In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekt sei außerdem ein elektrischer Einzelrad-Achsantrieb für Nutzfahrzeuge und Sportwagen entstanden, der zwei Synchronmotoren mit je 80 kW Leistung und 2.000 Nm Drehmoment am Rad, einen integrierten Doppelumrichter, intelligente und robuste Leistungsmodule, eine Einzelrad-Drehmomentregelung und verlustarme Getriebe umfasst und ein optimiertes EMV-Verhalten aufweist.

Gesamtsystemansatz vermeidet Fehler zwischen elektronischem, mechanischem und thermischem Design

Um Fehler aufgrund der Abhängigkeit zwischen elektronischem, mechanischem und thermischem Design zu vermeiden, biete das Institut dem Kunden einen Gesamtsystemansatz. Dieser beinhaltet die Entwicklung und Anwendung neuer Materialien, Zuverlässigkeitstests und Fehleranalysen, Schaltungs- und Regelungstechnik sowie die Realisierung kompletter Systeme für die Fahrzeugtechnik, die Energie-, Anlagen- und Automatisierungstechnik. Neben elektrischen Antrieben biete das IISB auch Lösungen für Batteriesysteme und die Anbindung der Fahrzeuge ans Stromnetz.

Finanziert werden die Forschungen zu einem großen Teil von EU, Bund und Freistaat Bayern. Nach eigenen Angaben wurde das Institut bereits mit rund 25 Mio. Euro in Form von Projektförderung und Ausbauinvestitionen unterstützt.

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