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Schunk Expert Days Neue Horizonte der Servicerobotik

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Unter dem Motto „Service robotics: Probing new horizons“ präsentierten 17 internationale Referenten auf den 8. Schunk Expert Days Trends und Visionen aus der Welt der Servicerobotik.

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Handschlag mit dem Schunk-Leichtbauarm: künftig arbeiten Mensch und Roboter Hand in Hand.
Handschlag mit dem Schunk-Leichtbauarm: künftig arbeiten Mensch und Roboter Hand in Hand.
(Bild: Schunk)

Jede Menge Anlass zum Staunen lieferten die 8. Schunk Expert Days on Service Robotics: Seien es Nanoroboter mit Durchmessern von 1/10 µm oder Reha-Roboter, die Schlaganfallpatienten zum Gehen verhelfen. Ein besonderes Highlight war laut Veranstalter zudem die öffentliche Weltpremiere des Assistenzroboters Care-O-bot 4. An zwei Tagen präsentierten 17 internationale Referenten auf dem Symposium für angewandte Servicerobotik neue Technologien, Forschungsprojekte und Anwendungen aus der Welt der Servicerobotik.

Feinfühlige Sensorhäute und adaptive Greifer

„Ich bin sprachlos”, so die spontane Reaktion von Dr. Julie Shah, Assistenzprofessorin am Massachusetts Institute of Technology (MIT), am Ende des Vortrags zu Mikro- und Nanorobotern von Prof. Dr. Peer Fischer vom Max-Planck-Institut für intelligente Systeme in Stuttgart. Ganz bewusst habe Schunk die Veranstaltung unter das Motto „Service robotics: Probing new horizons“ gestellt und nach Referenten Ausschau gehalten, die neue Horizonte der Servicerobotik erkunden. Visionäre Komponenten, wie feinfühlige Sensorhäute der TU München, gelenkige Snake-Arm-Robots von OC Robotics aus Großbritannien oder adaptive Greifer von Righthand Robotics aus den USA, waren auf den Expert Days ebenso zu erleben wie Inspektionsroboter für Kraftwerke von Alstom Inspection Robotics, kollaborative Mensch-Roboter-Teams für die Flugzeugmontage vom MIT oder leistungsfähige und dynamische Transportplattformen von Grenzebach Automation.

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Servicerobotik bietet reichlich Potenzial

Dr. Andreas Goerdeler vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstrich auf dem Symposium die Bedeutung der Robotik für die bundesdeutsche Industrie. So biete der Einsatz von Robotertechnik unter anderem die Chance, die Produktion von Konsumgütern wieder in Hochlohnländer wie Deutschland zurückzuholen und den Industrieanteil am Bruttosozialprodukt auszubauen. Bereits zu Beginn der Veranstaltung unterstrich Henrik A. Schunk, geschäftsführender Gesellschafter des Gastgebers: „Die Servicerobotik befindet sich heute mitten in der Implementierung und sie hat das Potenzial, die industrielle Revolution massiv mit nach vorne zu bringen.“

Die Erfolge, die die Servicerobotik weltweit bereits erzielt, sind beachtlich. Dennoch gibt es für die Forschung und die Industrie noch allerhand zu tun: „Heute gewinnt vor allem die Software immer stärker an Bedeutung“, betonte Dr. Christian Wurrl, CTO bei Grenzebach Automation. Das Ziel müsse es sein, eine iPad-orientierte Nutzerinteraktion zu ermöglichen, denn schließlich gehe es darum, Arbeiter, die heute einen Gabelstapler bedienen mit Servicerobotern vertraut zu machen.

Nutzerfreundlichkeit als wichtigen Schlüssel zum Erfolg

Auch Dr. Markus Klaiber, CTO von Schunk, sieht in der Nutzerfreundlichkeit einen wichtigen Schlüssel zum Erfolg: „Wir benötigen Produkte, die nach dem Plug-&-Work-Konzept arbeiten, ähnlich wie wir es auch von zu Hause gewohnt sind.“ Dr. Ulrich Reiser vom Fraunhofer IPA wiederum plädierte für eine Verringerung der Komplexität, um Serviceroboter wie den Care-O-bot 4 noch schneller zum Erfolg zu führen. So sei es seiner Ansicht nach sehr effizient, den Anspruch an die Autonomie von Servicerobotern zu reduzieren, um möglichst schnell wirtschaftlich attraktive Lösungen zu generieren. MM

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