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Maschinenrichtlinie

Neue Maschinenrichtlinie verändert Zulieferbeziehungen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Ohne Übergangsfristen löst am 29. Dezember 2009 die neue Maschinenrichtlinie 2006/42/EG die bis dahin gültige 98/37/EG ab. Auch Zulieferer von Maschinen- und Anlagenherstellern fallen künftig unter die Maschinenrichtlinie.

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Ursache dafür ist eine Ausweitung des Geltungsbereichs auf Lastaufnahmemittel, Ketten, Seile, Gurte und abnehmbare Gelenkwellen sowie einzelne Maschinenteile, womit auch Unternehmen, die Maschinen- und Anlagenbauern zuliefern, unter die Maschinenrichtlinie. Folglich müssen die Geschäftsprozesse zwischen Zulieferer und Hersteller angepasst werden. Zentral ist die Anwendung der Risikobeurteilung, die die bisherige Gefahrenanalyse ersetzt beziehungsweise auf den gesamten Produktlebenszyklus von der Entwicklung bis zur Demontage ausweitet.

Im Rahmem der Euroforum-Konferenz „Maschinen- und Anlagensicherheit“ (2. und 3. April 2009, Stuttgart) stellen Sicherheits- und Qualitätsverantwortliche den Anpassungsbedarf durch die neue Maschinenrichtlinie vor und berichten praxisnah über ihre Erfahrungen bei der Umsetzung.

Über die Implementierung der neuen Risikobeurteilung in den Konstruktionsprozess und über die Möglichkeiten, einen Planungsprozess zu begleiten, spricht Bernd Michalik (Herbert Kannegiesser GmbH). Was die neue Richtlinie unter „unvollständigen Maschinen“ versteht und welche Leistungen in Zukunft gesetzlich geregelt werden, erläutert Joachim Bischof von der Festo AG.

Zu Fragen der juristischen Verantwortung und zu Haftungsrisiken nimmt unter anderen Georg Antesberger (ZF Friedrichshafen AG) Stellung. Die Veränderungen an der Schnittstelle Hersteller und Betreiber beschreiben Elmar Seebröker (RWE AG) und Hans-Peter Jahn (BMW AG). Über die Wettbewerbsvorteile, die sich aus einer effektiven

Sicherheitsstrategie ergeben, informiert Thomas Pliz (Pilz GmbH & Co. KG).

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