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Weiss Spindeltechnologie

Neue Motorspindel halbiert Taktzeit

| Autor / Redakteur: Peter Klingauf / Stefanie Michel

Taktzeiten von 300 Sekunden auf 140 Sekunden reduziert

Dank der modularen Konstruktion aller Maschinen von Schuster, kann die neue Spindel auch in den Baureihen V und F verwendet werden. Für einen Automobilzulieferer, der die P30 mit 820 Nm-Spindel gekauft hat, wird sich die Investition jedenfalls schnell amortisieren. Er stellt typische Powertrain-Teile in Serie her und hat im Jahr 2014 ein in Größe und Preis vergleichbares Drehzentrum durch die Schuster-Maschine ersetzt. Was verschiedene Tests versprochen hatten, hat sich laut Andreas Strobl nun in der Praxis bestätigt: Das Unternehmen konnte die Taktzeiten eines aktuellen Werkstücks von 300 Sekunden auf 140 Sekunden reduzieren. „Das ist ein unglaublicher Produktivitätssprung, der nur mit dieser neuen, starken Motorspindel von Weiss möglich war“, freut sich Geschäftsführer Strobl: „Eine ähnliche Output-Steigerung wäre ansonsten nur mit einer deutlich größeren und teureren Maschine möglich.“

Weitere Vorteile der Schuster-Drehmaschine basieren auf der vertikalen Bauweise. So fallen beispielsweise konzeptbedingt die Späne nach unten weg und gegenüber vergleichbaren horizontalen Maschinen ist der Platzbedarf rund 30 % geringer. Ein Vorteil, der laut Andreas Strobl von Kunden ähnlich gewichtet wird wie das einfachere Teilehandling für Roh- und Fertigteile. Der Geschäftsführer dazu: „Bei entsprechender Anbindung an die Fertigungslinie lassen sich damit die Span-zu-Span-Zeiten deutlich verkürzen.“

Maschinen halten den oft geforderten Transline-2000-Standard ein

Da Schuster in allen Bereichen bestmögliche Lösungen anstrebt, lässt sich der Maschinenbauer auch in den Bereichen Steuerungs- und Antriebstechnik auf keine Kompromisse ein, sondern setzt mit der Sinumerik 840D sl durchgängig bei allen Maschinenbaureihen auf die High-End-Lösung von Siemens. Konstruktionsleiter Löffler schätzt die einheitliche Benutzeroberfläche für alle Bearbeitungsarten ebenso wie die stetigen Weiterentwicklungen im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit. Positiv bewertet er zudem das von Siemens angebotene Antriebskonzept, das auf dem standardisierten Systembaukasten mit Simatic, Sinamics und Profinet aufbaut. Schuster hält somit den in Powertrain-Produktionslinien weit verbreiteten und oft geforderten Transline-2000-Standard ein. Den Hintergrund dazu erläutert der Siemens-Vertriebsbeauftragte Martin Meitinger: „Etwaig benötigte Ersatzteile für Steuerungen und Antriebe sind bei allen Maschinen und Anlagen dieses Standards gleich. Dadurch senkt der Kunde Kosten in der Bevorratung und Logistik.“

Weiss Spindeltechnologie auf der EMO Milano 2015: Halle 3, Stand F01

* Peter Klingauf ist freier Fachjournalist. Weitere Informationen: Weiss Spindeltechnologie GmbH in 97424 Schweinfurt

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