Robotertechnik Neue Robotik-Trends für eine wettbewerbsfähige Produktion

Autor / Redakteur: Claudia Otto / Jürgen Schreier

Die Robotik sucht sich neue Aufgaben, Anwendungen und Märkte. Zu aktuellen Trends wie der Mensch-Roboter-Interaktion oder dem Einsatz der Robotertechnik in der Photovoltaik sprachen wir am Rande des 2. VDMA-Kongresses Intelligenter Produzieren (Mannheim, 22. und 23. Juni 2009) mit Dr. Michael Wenzel, Geschäftsführer des Roboterherstellers Reis.

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In der Robotertechnik wird nach neuen Anwendungen gesucht. Welche Perspektiven sehen Sie für den Robotereinsatz in der Photovoltaik?

Dr. Wenzel: Die Photovoltaik hat sich in den letzten Jahren boomartig entwickelt. Es gibt zahlreiche Aufgabenstellungen für Roboter im Bereich der Automatisierung der photovoltaischen Produktion. Mit einem Wort: Die Perspektiven sind sehr gut. Wir sehen vielfältige Aufgabenstellungen, die ich jetzt hier gar nicht alle aufzahlen kann, das würde den Rahmen sprengen. Aber diese Potenziale sind sicherlich noch zu erschließen.

Die Interaktion von Mensch und Roboter ist zu einem wichtigen Aspekt der Robotertechnik geworden. Was muss man sich darunter vorstellen?

Dr. Wenzel: Bei der Interaktion von Mensch und Robotern wird im Gegensatz zu früheren Situationen die Möglichkeit geschaffen, dass der Werker unmittelbar, quasi Hand in Hand, mit dem Roboter zusammenarbeitet. War es früher notwenig, aus Sicherheitsgründen Schutzzäune, Gitter oder trennende Barrieren zwischen Werker und Roboter einzufügen, ist das dank neuer Sicherheitskonzepte jetzt nicht mehr erforderlich – bei nach wie vor vollem Schutz des Werkers natürlich.

Die Mensch-Maschine-Interaktion hatte ihren Schwerpunkt bisher in der Automobilindustrie. Sehen Sie dafür Anwendungen auch in anderen Industriebereichen?

Dr. Wenzel: Die sehen wir nicht nur, die haben wir bereits realisiert. Es gibt zahlreiche Installationen, also echte Kundenprojekte, wo wir diese Technologie zum Einsatz gebracht haben. Diese Technologie eröffnet aber auch noch weitere Felder. Von daher sind wir zuversichtlich, dass sich die Mensch-Roboter-Interaktion in Zukunft noch breiter durchsetzen wird.

Wo bieten solche teilautomatisierten Lösungen Vorteile gegenüber vollautomatisierten?

Dr. Wenzel: Diese Technologie ist eigentlich immer dann sinnvoll, wenn auf den Werker nicht verzichtet werden kann. Wir reden ja über eine Interaktion Werker, sprich Bediener, und Roboter. Das heißt bei Aufgabenstellungen wo wir entweder das Gespür, die Feinfühligkeit oder aber auch das Prozess-Know-how und die Erfahrungen des Werkers nicht missen wollen, macht diese Technologie Sinn.

Kürzlich wurde das Projekt SME Robot abgeschlossen, bei dem es um die Entwicklung eines Mittelstandsroboters ging. Herr Dr. Wenzel, welche Impulse sind davon für den industriellen Mittelstand zu erwarten?

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