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RoHS-Richtlinie 2011/65/EU

Neue RoHS-Richtlinie 2011/65/EU in Elektronikgeräten anzuwenden

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Seit Januar 2013 konfrontiert die neue RoHS-Richtlinie 2011/65/EU Hersteller mit erhöhtem Aufwand. Dazu bietet das Product Compliance Center Elektro- und Elektronikherstellern Unterstützung beim Schadstoff- und Datenmanagement.

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Das Röntgenfluoreszenzgerät, das im Product Compliance Center eingesetzt wird, entspricht den Vorgaben der Norm EN 62321-3-1 (VDE 0042-1-3-1).
Das Röntgenfluoreszenzgerät, das im Product Compliance Center eingesetzt wird, entspricht den Vorgaben der Norm EN 62321-3-1 (VDE 0042-1-3-1).
(Bild: Fujitsu)

Die Neuerungen für das Nachweisverfahren der RoHS-Konformität sind für die betroffenen Unternehmen mit immensem Aufwand verbunden. Das Product Compliance Center von Fujitsu unterstützt Hersteller von Elektro- und Elektronikgeräten sowie Komponenten bei der Umsetzung der Richtlinie. Der Nachweis der RoHS-Konformität von Produkten gehört seit Jahren zum Leistungsspektrum des Product Compliance Center.

Zusätzliche Unterstützung bei der Prozessdokumentation und -implementierung

Neben Messungen von relevanten chemischen Elementen mittels Screening auf einem Röntgenfluoreszenzgerät beraten die Experten des Zertifizierungsteams Unternehmen in allen Belangen rund um die Dokumentation und die Implementierung der notwendigen Prozesse zur Qualitätssicherung sowie bei Umsetzungsproblemen.

Zudem biete das Product Compliance Center als international zertifizierter Partner der Industrie Hilfestellung für die weltweite Product-Compliance – denn auch in zahlreichen Ländern außerhalb Europas existieren RoHS-ähnliche Vorschriften, die ein funktionierendes Schadstoff- und Datenmanagement erforderlich machen. Ergänzt wird das Beratungsangebot durch themenspezifische Seminare.

Die bisher gültigen Grenzwerte für die Schwermetalle Blei, Quecksilber, Cadmium, Chrom und die Flammschutzmittel PBB und PBDE ändern sich durch die neue Richtlinie nicht. Der Nachweis der RoHS relevanten Elemente durch Screening sei eine schnelle, zerstörungsfreie und kostengünstige Methode, durch die sich aufwendige chemische Analysen oft vermeiden lassen sollen. Das Röntgenfluoreszenzgerät, das im Product Compliance Center eingesetzt wird, entspricht den Vorgaben der Norm EN 62321-3-1 (VDE 0042-1-3-1)

Hersteller müssen für RoHS-Richtlinie 2011/65/EU zahlreiche Prozesse neu gestalten

Neben den Tests selbst müssen herstellerseitig zahlreiche Prozesse neu gestaltet werden: Zulieferer-Erklärungen müssen eingeholt und Verfahren zur Bestimmung und Überwachung von Risikokomponenten definiert werden. Die Hersteller müssen ein System zur Beurteilung und regelmäßigen Überprüfung der RoHS-Dokumente einführen. Eine technische Dokumentation zum Nachweis der RoHS-Kompatibilität muss erstellt werden, und die Firmen müssen durch entsprechende Überwachung der Fertigung gewährleisten, dass alle Produkte dem Muster aus dieser Dokumentation entsprechen. Die RoHS-Kompatibilität selbst wird durch das CE-Kennzeichen nachgewiesen. Auch für Bestandsprodukte, die 2013 weiter vermarktet werden, werden neue CE-Erklärungen ausgestellt. Ab 2014 wird der Geltungsbereich der RoHS II stufenweise auf medizinische Geräte sowie Kontroll- und Messinstrumente ausgeweitet.

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