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Wacker Chemie Neuer, temperfreier Flüssigsilikonkautschuk für die Medizintechnik

| Redakteur: Peter Königsreuther

Wacker präsentiert die neue Flüssigsilikonkautschuk-Reihe Elastosil LR 5040. Diese Silikonprodukte erfüllten die strengen regulatorischen Vorgaben für Silikonartikel, die bei vielen Anwendungen im Medizintechnikbereich gelten.

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Mit Elastosil LR 5040 stehe ein strapazierbares Flüssigsilikon zum Spritzgießen von medizinischen Produkten zur Verfügung, das nicht mehr nachgetempert werden muss, wie Wacker erklärt.
Mit Elastosil LR 5040 stehe ein strapazierbares Flüssigsilikon zum Spritzgießen von medizinischen Produkten zur Verfügung, das nicht mehr nachgetempert werden muss, wie Wacker erklärt.
(Bild: Wacker)

Vulkanisate aus Elastosil LR 5040 besäßen nach der Vernetzung auch ohne thermische Nachbehandlung eine exzellente Mechanik und enthielten nur wenige flüchtige Substanzen. Dadurch können Hersteller in vielen Fällen auf das Tempern nach der Produktion verzichten, wie Wacker erklärt.

Elastosil LR 5040 vernetze zu einem transluzenten Elastomer, dessen Gehalt an flüchtigen Rückständen ohne thermische Nachbehandlung unter 0,5 Gewichtsprozent liege. Das Sililon besitzt ungetempert einen hohen Weiterreißwiderstand, der in der Größenordnung von getemperten hoch kerbfesten Standardmaterialien liegt, betont das Chemieunternehmen. Das Elastomer verkrafte dadurch mechanische Belastungen, wie sie beispielsweise beim Gebrauch von medizintechnischen Geräten vorkommen könnten.

Spezialsilikon macht Spritzgießteile günstiger

Aufgrund dieser Eigenschaften ist Elastosil LR 5040 insbesondere dann das Material der Wahl, wenn Hersteller auf eine thermische Nachbehandlung verzichten möchten oder gar müssen, heißt es. Typische Anwendungsbeispiele seien Anti-Kolik-Ventile, Flaschenverschlüsse oder Beatmungsmasken.

Die Produktreihe decke zunächst den Härtebereich von 30 bis 70 Shore A ab. Im vernetzten, ungetemperten Zustand, weicht die tatsächliche Härte des Silicons nur ±3 Punkte vom vorgegebenen Wert ab, so Wacker. Elastosil LR 5040 lasse sich problemlos spritzgießen. Weil die Formteile in vielen Fällen eben nicht mehr getempert werden müssen, lassen sich die bisher nötigen Fertigungsverfahren deutlich verschlanken und hochgradig automatisieren, sagt Wacker. Auf diese Weise werde – auch unter Reinraumbedingungen – eine besonders schnelle, effiziente und günstige Großserienfertigung möglich.

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