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Rohrbearbeitung

Neuerungen verändern die Rohrbranche massiv

| Autor: Stéphane Itasse

Biegemaschinen müssen mehr Nebenprozesse beim Rohrbiegen übernehmen

Als weiteren Trend sieht Knobloch vermehrt die Forderung, Nebenprozesse beim Rohrbiegen, wie Flachdrücken, Markieren oder Schweißnahtsuchen, auf der Biegemaschine mit zu erledigen. Schließlich erwarteten Kunden verstärkt, dass die Maschinenbauer ihnen Prozessauswertungen, wie Kraft, Geschwindigkeiten, Drehmomente oder Fehlermeldungen, aber auch Betriebsdateninformationen zur Verfügung stellen. Dazu stellt Schwarze-Robitec auf der Tube seine neue Hochgeschwindigkeits-CNC Nxg 2.0 vor. Mit ihr lassen sich laut Knobloch auch die Maschinennebenzeiten um bis zu 50 % reduzieren.

„Die zweite Produktneuheit, die wir auf der Messe ausstellen, ist unsere Rohrbiegemaschine mit Hackvorrichtung“, kündigt der Sales Manager weiter an.

„Die Wirtschaftlichkeit im Bereich der werkzeuggebundenen Rohrumformung ist mehr denn je gefragt. Gerade deshalb ist eine konstante Verbesserung der Werkzeugtechnik unverzichtbar“, ergänzt Nöker. Der Leichtbau, insbesondere in der Fahrzeugtechnik, erfordere etwa Werkzeugsysteme, um Rohre in spezifischen Wandstärken aufzustauchen. Damit einher gehe eine künftig höhere Flexibilisierung für die Rohrbearbeitung, die beispielsweise über eine werkzeug­unabhängige Rohrumformung zu erreichen ist. Auch das Verfahren der rollierenden Rohrumformung biete neue Möglichkeiten.

Neue Werkzeuge zur axialen Rohrumformung machen Bearbeitung effizienter

Mit der Entwicklung neuer Werkzeuge zur axialen Rohrumformung will Transfluid die Bearbeitung effizienter machen. „So können jetzt multiple Umformungen per pneumatisch öffnendes Segmentwerkzeug an einem Rohrende durchgeführt werden. Die Werkzeuge verfügen über pneumatische Auslösungen, hierüber können die Elemente gesteuert, geöffnet und ihre Stellung abgefragt werden“, sagt Nöker. Spezielle Umformwerkzeuge sorgen dafür, dass die Rohroberflächen bei der Umformung nicht berührt werden und Kratzer oder Kaltaufschweißungen ausgeschlossen sind. Diese Werkzeuge öffnen und schließen sich entsprechend der Position an der Umformung. In der Maschinentechnik ermöglichen neue Transfluid-Entwicklungen das werkzeugunabhängige Anfahren CNC-gesteuerter Konturen. „Rohre mit Längen unter 0,5 × D können komplett in einem Arbeitsgang gespannt und anschließend beschnitten und umgeformt werden“, berichtet der Geschäftsführer. Eine weitere Neuheit sei die Aushalsung von Rohren in einer rollierenden Umformmaschine vom Typ SRM mit einfachen Werkzeugen. Diese rollierenden Umformmaschinen sind laut Nöker je nach Anwendung horizontal oder vertikal ausgelegt und alle Antriebe servoelektrisch, auf Wunsch sogar CNC-gesteuert.

Mess- und Prüftechnik schlägt Brücke von der Rohrproduktion zur Vernetzung

Als Brücke zwischen Produktion und Vernetzung sind die Anbieter von Mess- und Prüftechnik bei Industrie 4.0 unverzichtbar. Wie die Prüfung während des Produktionsprozesses aussehen kann, erläutert Silvio Piller, Verkaufsdirektor Stahl der Zumbach Elektronik AG, bei den Tube Innovation Days. Das Schweizer Unternehmen bietet ein System zur Rohrvermessung und -überwachung, das Dimension und Profil der Rohre kontinuierlich misst. Dabei erfasst es nicht nur die Daten, sondern archiviert sie auch, um eine Rückführbarkeit zu ermöglichen. „Damit verbessern Sie die Prozessstabilität und -kontrolle, was die Effizienz in der Produktion erhöht“, sagt Piller.

Das Profilmesssystem ist in der Lage, die gesamte Kontur in einem Schuss zu erfassen. „Das zeigt die effektive Ovalität beziehungsweise eine unregelmäßige Rundheit“, erläutert Piller. Bei Profilrohren würden auch Dimension, Winkel und Radien gemessen sowie Toleranzen und Formabweichungen bei Konkavität beziehungsweise Konvexität und Schweißverformungen überwacht. Die Sollvorgaben ließen sich über eine eigene Software als DXF-Datei in das Messsystem einlesen. Einfache Profilformen ließen sich auch als vordefinierte Formen laden.

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