Borealis Neues aus dem polyolefinbasierten Leichtbau

Redakteur: Peter Königsreuther

Borealis und Borouge, zwei, wie es heißt, führende Anbieter innovativer Kunststofflösungen mit Mehrwert, kündigen weitere auf Polypropylen (PP) basierende Produktneuentwicklungen an, um damit die sich in starkem Wandel befindliche Autoindustrie zu unterstützen.

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Die faserverstärkten PP-Materialien in der Borealis Fibremod-Familie seien entwickelt worden, um integrierte und leistungsstarke Leichtbaulösungen anbieten zu können – etwa für Automobil-Karosseriekomponenten.
Die faserverstärkten PP-Materialien in der Borealis Fibremod-Familie seien entwickelt worden, um integrierte und leistungsstarke Leichtbaulösungen anbieten zu können – etwa für Automobil-Karosseriekomponenten.
(Bild: Borealis)

Die neuen Mitglieder der Borealis-Produktfamilie, inklusive „Fibremod Carbon Fibre Polypropylene“ (CFPP) und „Daploy High Melt Strength“ (HMS) Polypropylene (PP), werden im Rahmen der VDI Konferenz für Plastics in Automotive Engineering (PIAE) vom 14. bis 15. März in Mannheim präsentiert, wie Borealis anmerkt.

PP-basierte Composites in der Praxis

Die faserverstärkten PP-Materialien in der Borealis Fibremod-Familie seien entwickelt worden, um integrierte und leistungsstarke Leichtbaulösungen anbieten zu können. Die vor kurzem lancierten Fibremod-CFPP-Materialien bieten außer diesen und noch weitere Vorteile, so Borealis. CFPP etwa, sei ein geeigneter Ersatz für viele herkömmliche technische Kunststoffe, die in der Automobilindustrie eingesetzt würden. Das Borealis-CFPP-Material gilt als leicht, weise eine extreme Steifheit auf und verfüge auch über hervorragende Verarbeitungsseigenschaften. Im Gegensatz zu Polyamiden (PA) ist CFPP nicht hygroskopisch, betont Borealis. Das heißt, es absorbiert keine Feuchtigkeit. Im Vergleich zu anderen Kunststoffen, helfen CFPP Produkte außerdem dabei, "Quietsch- und Rassel"- Geräusche zu minimieren.

Das, wie es weiter heißt, vor kurzem lancierte CFPP Produkt Fibremod CB061SY wird bereits von einem führenden nordamerikanischen Fahrzeughersteller (OEM) für die A-Säulenmontageträger in einem der meistverkauften Nutzfahrzeuge verwendet. Obwohl nur zu 6% mit Kohlenstofffaser gefüllt, bietet es eine Steifheit von circa 4000 MPa und eine Dichte von 0,93 g/cm³. Durch Fibremod CB061SY würden Bauteile deutlich leichter ohne Kompromisse bei den Leistungsanforderungen eingehen zu müssen.

Und eine weitere Fibremod-Carbon-Anwendung habe auf der SPE Automotive Composites Conference für Aufsehen gesorgt: die renommierte Auszeichnung „Materials Innovation“ ging an Magna Exteriors für ihren Leichtbaukotflügel mit hoher Oberflächengüte, die durch Fibremod Carbon möglich gemacht wurde. Nachdem ein vorhandenes Werkzeug modifiziert wurde, wählte Magna Exteriors ein Borealis-Fibremod-Carbon-Material mit 10 % carbonfaserverstärktem PP aus, um den sonst aus Metall gepressten Bauteil zu ersetzen. Mit Erfolg, wie man sehe.

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