Thyssen-Krupp Steel Neues Service-Center in Polen

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Duisburg (jk) – Die Thyssen-Krupp Stahl-Service-Center GmbH, eine Tochtergesellschaft der Thyssen-Krupp Steel AG, wird Märkte in Osteuropa künftig von Polen aus bedienen. Dazu hat das Unternehmen ein Service-Center in der südpolnischen Stadt D?browa Górnicza bei Kattowitz eingeweiht.

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Dort sollen unter dem Namen Thyssen-Krupp Stal Serwis Polska rund 125000 t warm- und kaltgewalztes sowie oberflächenveredeltes Spaltband produziert werden. Von D?browa Górnicza aus werden dann Kunden in Polen, Tschechien, der Slowakei, Weißrussland, Ungarn und der Ukraine beliefert. Dadurch will die Thyssen-Krupp Stahl-Service-Center GmbH ihre Position in dieser Region weiter ausbauen.

„Allein in Polen und den südlich angrenzenden Ländern lag der Bedarf für angearbeitete Stahlprodukte im Jahr 2005 bei jährlich 2,2 Mio. t“, sagte Dr. Jost A. Massenberg, Mitglied des Vorstandes der Thyssen-Krupp Steel AG, anlässlich der Einweihung. In drei Jahren, schätzt Massenberg, dürfte der Bedarf bereits rund 3,7 Mio. t im Jahr erreichen. Dies entspricht einem Zuwachs von mehr als 11%.

Das polnische Service-Center soll vor allem den Kontakt zu Kundengruppen in Osteuropa intenvisieren, die besonders hohe Anforderungen an Oberflächenqualität und Maßhaltigkeit angearbeiteter Stahlprodukte haben. Dazu gehören laut Massenberg die Automobilhesteller und deren Zulieferer, Presswerke sowie Hersteller und Zulieferbetriebe für Haushaltgeräte.

Die Thyssen-Krupp Stahl-Service-Center GmbH hat etwa 120 Kunden in dieser Region, die man bisher von deutschen Standorten aus mit Stahlband versorgte. Daher werde das Stahl-Service-Center in Polen für mehr Kundennähe und schnelleren Service sorgen.

Kernaggregat des neuen Werks ist eine Längsteilanlage, mit der Flachstahl aus der Produktion von Thyssen-Krupp Steel zu Spaltband verarbeitet wird. Die Längsteilanlage kann Coils mit bis zu 30 t Gewicht und 0,4 bis 4,0 mm Dicke verarbeiten. Die Bandbreite lässt sich von 25 bis 1800 mm variieren. Die Festigkeit der Werkstoffe kann bis zu 1400 MPa betragen. Aus Werkstoffen mit so hoher Festigkeit werden beispielsweise Komponenten für den Seitenaufprallschutz in Automobiltüren gefertigt.

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