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APT / Masterflex Group Neues Verfahren zur Beschriftung von Fluorpolymer-Schläuchen

| Redakteur: Peter Reinhardt

Der Medizinmarkt für Schläuche aus Fluorpolymeren ist sicher einige Millionen Meter pro Jahr groß. Doch bislang bereitet deren eindeutige Kennzeichnung einige Probleme.

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Mit dem neuen Verfahren von APT können verschiedene Schlauchmaterialien per Laserstrahl beschriftet werden.
Mit dem neuen Verfahren von APT können verschiedene Schlauchmaterialien per Laserstrahl beschriftet werden.
(Bild: APT)
  • Bisherige Verfahren zeigen Schwächen
  • Additive und Pigmente ermöglichen Kennzeichnung per Laserstrahl
  • Texte, Logos oder Sicherheitskennzeichnungen aufdrucken

Das Kennzeichnen von medizinischen Schläuchen wie Kathetern oder urologischen Führungsdrähten hat vor allem vor dem Hintergrund der Rückverfolgbarkeit in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. „Im Falle von Produkten aus Fluorpolymeren war das aber bislang eine komplizierte Angelegenheit. Handelsübliche Kennzeichnungssysteme beispielsweise halten aufgrund der anti-adhäsiven Eigenschaften der Materialien schlicht nicht“, erklärt dazu der Schläuchehersteller APT in einer Pressemitteilung. Auch die aktuell gängigen Verfahren seien nicht optimal: Durch Farbpigmente „eingefärbte“ Schläuche sind problematisch, weil die Farben sehr leicht kopiert werden können. Das Einbrennen der Beschriftung durch einen Laserstrahl wiederum kann zu Beschädigungen am Schlauch führen.

Eindeutige Zuordnung von Schläuchen ohne Risiko der Beschädigung

Gemeinsam mit einem Hersteller von Lackieranlagen hat APT nun ein neuartiges Verfahren zur Beschriftung von Fluorpolymer-Schläuchen entwickelt. Diese neue Technologie ermöglicht die eindeutige, kundenspezifische und dauerhafte Kennzeichnung von FEP- und PFA-Schläuchen: „Wir haben nach einer Lösung gesucht, die eine eindeutige Zuordnung der Schläuche ohne das Risiko einer Beschädigung gewährleistet“, erklärt Geschäftsführer Holger Heuser.

Dazu werden bei der Herstellung des Schlauches gezielt Additive und Pigmente beigefügt. Der fertige Schlauch kann dann per Laserstrahl individuell beschriftet werden – ohne dass es zu Beschädigungen kommt. „Neben Text können auch Logos oder Sicherheitskennzeichnungen aufgedruckt werden – und das gestochen scharf“, versichert Heuser. Die mit einer solchen Kennzeichnung verbauten Schläuche können jederzeit schnell und eindeutig identifiziert werden. APT ist bereits im Besitz eines neuen Gerätes zur Laserbeschriftung sowie erster Mustervorlagen, mit denen kundenspezifische Beschriftungen vorgenommen werden können.

APT Advanced Polymer Tubing ist eine Marke der Masterflex Group. Das Unternehmen aus Neuss ist auf die Herstellung von Glatt- und Schrumpfschläuchen aus Hochleistungskunststoffen, sogenannten Fluorpolymeren wie PFA (Perfluoralkoxy-Polymere), FEP (Fluorethylenpropylen) oder PTFE (Polytetrafluorethylen), spezialisiert.

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