Wohlaupter Nischenanbieter auf dem Weltmarkt

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Bei modularen Werkzeugsystemem zum Bohren hat Wohlhaupter eine Spitzenstellung in Deutschland erreicht. Mit weiteren technischen Innovationen und strategischen Partnern soll diese Marktstellung laut Geschäftsführer Frank-M. Wohlhaupter auch international erreicht werden.

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MM: Wie sehen Sie Marktposition von Wohlhaupter als Hersteller von Präzisionswerkzeugen?

Wohlhaupter: Wir sind Marktführer im Bereich modularer Werkzeugsysteme auf dem deutschen Markt. Eine eigene Außendienstorganisation mit technisch versierten Verkäufern ist Garant für diese Position. Jetzt gilt es, sie sukzessive auf die Märkte in Europa, aber auch weltweit zu übertragen. Als Nischenanbieter hat sich Wohlhaupter auf die Bohrungsbearbeitung konzentriert und möchte mit weiteren innovativen Produkten und geeigneten Partnern zukünftig die Marktstellung in diesem Segment auch auf dem Weltmarkt ausbauen.

MM: Wie beurteilen Sie die allgemeine Marktentwicklung bei Präzisionswerkzeugen?

Wohlhaupter: Wie allgemein bekannt, hat sich die Branche in den vergangenen Jahren recht gut entwickelt. Eine besonders positive Performance zeichnet sich aber in diesem Jahr für unsere Branche ab. Laut VDMA-Statistik konnten die Maschinenbauer im ersten Halbjahr im Auftragseingang um 16% zulegen, bei den Präzisionswerkzeugen lag dieser Wert bei 8%. Wohlhaupter liegt im Jahr 2006 sogar einiges über dem Durchschnitt und kann einen zweistelligen Zuwachs verzeichnen. Man sieht einfach, dass allgemein ein enormer Investitionsbedarf vorhanden war und noch ist. Diese Investitionen sind auch zwingend notwendig, um im weltweiten Wettbewerb bestehen zu können.

MM: Welche technischen Trends stellen Sie bei Präzisionswerkzeugen fest?

Wohlhaupter: Werkzeuge müssen heute immer mehr leisten und dabei noch einfacher in ihrer Handhabung sein. Feinbohrwerkzeuge sollten darüber hinaus sehr einfach und mikrometergenau verstellbar sein. Der Trend geht dabei zu Werkzeugen mit integrierter Messtechnik und digitaler Verstellweganzeige. Dass diese Werkzeuge dann auch höchsten Drehzahlen, wie bei der Bearbeitung mit PKD-Schneiden erforderlich, standhalten müssen, ist fast schon selbstverständlich. Digi-Bore von Wohlhaupter erfüllt diese Anforderungen zu 100% und wird vom Markt hervorragend angenommen.

MM: Ihr Unternehmen hat den Bereich Folgeschnittbohren der Koyemann GmbH gekauft und eine Kooperation mit der finischen Mandrel Oy vereinbart. Welche Strategie wird damit verfolgt?

Wohlhaupter: Wir wollen uns mit der Übernahme des Geschäftsbereiches Folgeschnittbohren und der Kooperation mit Mandrel noch stärker im Bereich Vor- und Fertigbearbeitung von Bohrungen behaupten. War Wohlhaupter bereits mit der eigen entwickelten Combi-Line in diesem Geschäftsfeld gut aufgestellt, so ist Wohlhaupter nun Marktführer mit einem Alleinstellungsmerkmal für modulare Aufbohrwerkzeuge für die Vor- und Fertigbearbeitung von Bohrungen – und dies mit drei unterschiedlich konzipierten Produktlinien. Die Erweiterung um die genannten Produktlinien machen dadurch das Gesamtprogramm noch attraktiver für die Kunden in aller Welt.

MM: Auf der Metav hat Ihr Unternehmen die kombinierte Schrupp-Schlicht-Bearbeitung mit einem Werkzeug vorgestellt. Wie reagieren die Metallbearbeiter auf diese Entwicklung?

Wohlhaupter: Die kombinierte Schrupp- Schlichtbearbeitung ist bei uns nichts Neues. Wir haben die Baureihe nur konsequent nach oben und jetzt auch unten im Durchmesser ausgebaut. So decken wir heute den kompletten Durchmesserbereich von 24,5 bis 1020 mm mit Standardwerkzeugen ab. Obwohl immer noch Bedenken bei den Kunden bestehen, erfreuen sich die Werkzeuge immer größerer Nachfrage. Die Vorteile einer kombinierten Bearbeitung und somit Einsparung an Zeit, Investitionskosten und Verbauchskosten sprechen eben für sich. Dass darüber hinaus keine Kompromisse bei der Qualität der erzeugten Bohrung in Kauf genommen werden müssen, macht das Werkzeug noch interessanter. In Extremfällen wirkt sich die Komplettberabeitung in vielen Fällen sogar positiv auf das Endergebnis aus.

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