Maschinenbau NRW Nordrhein-Westfalens Maschinenbau geht wetterfest durch die Krise

Autor / Redakteur: Sabine Vogel / Frank Fladerer

Nachrichten über die aktuelle Entwicklung im Maschinen- und Anlagenbau klingen derzeit selten gut – NRW macht da keine Ausnahme. Vielfach wird allerdings vernachlässigt, dass die Hersteller längst mit ausgeklügelten Zukunftsprogrammen reagieren und hierbei weiter auf Innovationskraft setzen, die die deutsche Schlüsselindustrie wieder auf die Erfolgsspur bringen soll.

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Die Maschinenbauer in NRW zeigen Selbstvertrauen. Gildemeister rechnet zwar damit, dass das Werkzeugmaschinengeschäft 2009 rückläufig sein wird, das Servicegeschäft jedoch stabil verläuft und das Solargeschäft sogar wächst. Bild: Gildemeister
Die Maschinenbauer in NRW zeigen Selbstvertrauen. Gildemeister rechnet zwar damit, dass das Werkzeugmaschinengeschäft 2009 rückläufig sein wird, das Servicegeschäft jedoch stabil verläuft und das Solargeschäft sogar wächst. Bild: Gildemeister
( Archiv: Vogel Business Media )

„Die globale Finanzkrise hat die reale Wirtschaft und somit auch den Maschinen- und Anlagenbau erreicht“, konstatierte Dr. Reinhold Festge, Vorsitzender des Vorstandes des VDMA Nordrhein-Westfalen, anlässlich der Jahrespressekonferenz in Düsseldorf. Noch 2008 konnte die seit Jahren erfolgsverwöhnte Branche eine neue Rekordmarke setzen. Nach Angaben des VDMA erwirtschaftete der Maschinen- und Anlagenbau in NRW 2008 einen Umsatz von 47,9 Mrd. Euro. Das entspricht einer Steigerung um 12,6% gegenüber dem Vorjahr.

VDMA Nordrhein-Westfalen trotz Krise optimistisch

Statt des gewohnten Rückenwindes spürt man nun zwar einen heftigen Gegenwind, dennoch seien die Zukunftsaussichten hervorragend. „In den Zeiten guter Konjunktur konnte die Eigenkapitalquote auf 34% und die Umsatzrendite vor Steuern auf über 6% gesteigert werden“, nennt Festge als Grund für seinen Optimismus.

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Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die ungebrochene Innovationskraft der Maschinenbauer. Diese zeigt sich insbesondere, wenn es um zentrale Themen wie Sicherheit und Flexibilität, aber auch um die Energieeffizienz und den schonenden Umgang mit Ressourcen geht.

Motoren-Fabrikant Deutz setzt auf Energieeffizienz

Vor diesem Hintergrund spart etwa der Kölner Motorenhersteller Deutz AG auch in schwieriger Zeiten nicht an Investitionen in die Zukunft. Trotz eines verschärften Sparkurses fließen nach eigenen Angaben weiterhin hohe zweistellige Millionenbeträge in die Entwicklung zukunftweisender Motorengenerationen mit integrierter Abgastechnologie. Weitere Stärken von Deutz seien eine hohe Liquidität und die Eigenkapitalquote.

Zur langfristigen Ertrags- und Zukunftssicherung beitragen soll zudem ein Ende 2008 initiiertes Programm. „Der Fokus liegt sowohl auf einer kurzfristigen Absicherung der Profitabilität durch Kostensenkungen, Kapazitätsanpassungen, einer angemessenen Preispolitik als auch der Senkung von Materialkosten“, so Dr. Helmut Leube, Vorsitzender des Vorstands der Deutz AG. Darüber hinaus beinhalte das Programm aber auch strukturelle Maßnahmen, die zu nachhaltigen Ertragsverbesserungen auf Grundlage effizienterer Prozesse führen sollen.

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