Mobile Computing Notebooks droht der Kältetod

Redakteur: Peter Steinmüller

Bei den aktuellen Tiefsttemperaturen von bis zu -20 °C riskieren tragbare Datenspeicher wie Notebooks nicht nur die Leistungskraft ihrer Akkus, warnt Kroll Ontrack in Böblingen. Das auf Datenrettung spezialisierte Unternehmen sorgt sich vielmehr um Festplattendefekte durch extreme Temperaturschwankungen zwischen freier Natur und Office.

Anbieter zum Thema

Kommt ein Gerät von draußen ins Warme, kondensiert die kalte Luft im Gehäuse. Werde dann das Notebook zu früh angeschaltet, führe dies oftmals zu einem Headcrash durch Kondenswasser auf den Plattenoberflächen und in der Folge zu einem totalen Datenverlust, argumentiert das Unternehmen.

Wenn Festplatten unter (Kondens-)Wasser stehen

Edmund Hilt, Geschäftsführer von Kroll Ontrack, beschreibt das Phänomen im Detail: „Da Festplatten atmen, also kein Vakuum im Chassis vorhanden ist, kann sich durch die extremen Temperaturunterschiede zwischen draußen und drinnen Kondenswasser auf der Festplattenoberfläche bilden. Dieses Phänomen ist jedem Brillenträger durch das Beschlagen der Gläser bestens bekannt. Die so entstandenen Wassertropfen führen dann zum sogenannten head crash, der Beschädigung des Schreib-/Lesekopfes und somit zum Verlust von gespeicherten Daten.“

Bei den derzeitigen Unterschieden von bis zu 30 °C zwischen Außen- und Raumtemperatur rät Kroll Ontrack dringend, einige Zeit zu warten, bevor Laptop oder externe Festplatte in Betrieb genommen werden. So könne das Kondenswasser verdunsten und sich das Gerät der Umgebungstemperatur anpassen.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:283452)