Urbaner Güterverkehr Nur datenbasiert klappt nachhaltige Citylogistik

Redakteur: Sandro Kipar

Das Fraunhofer-IAO hat neue Methoden zur Identifikation, Bewertung, Erhebung und Auswertung von Daten analysiert, mit denen die Citylogistik und der urbanen Güterverkehr optimierbar sind.

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Unter anderem Stuttgart hat das Fraunhofer IAO untersucht.
Unter anderem Stuttgart hat das Fraunhofer IAO untersucht.
(Bild: Nicole Köhler/Pixabay)

Die Kommunen in Deutschland brauchen den Logistiksektor, heißt es. Aber wie können sie ihren Gestaltungsspielraum nutzen, um den zunehmenden Güterverkehr besser zu regeln und dabei die Interessen von anderen Parteien, wie etwa Anwohnern, berücksichtigen?

Im „Handlungsleitfaden zur Nutzung von Daten als Planungsgrundlage kommunaler Citylogistik“ hat sich das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation dieser Frage angenähert und dafür die Kommunen Aalen, Heidelberg und Stuttgart untersucht. Das Ziel war es, entsprechende Daten zu erheben um mit ihrer Hilfe eine Handlungsgrundlage zu schaffen, um obiges Problem zu lösen.

Daten liegen oftmals ungenutzt vor

Die Wissenschaftler haben vor allem Verbesserungspotenziale beim Zugang und Umgang mit Daten bei Kommunen festgestellt, heißt es weiter. „Eine Vielzahl an Daten, die für logistische Planungsmaßnahmen relevant sind, liegen zwar bereits in den Kommunen vor, bleiben aber zumeist unberücksichtigt“, erklärt Lars Mauch, Logistikexperte am IAO. Daten von Verkehrszählanlagen könnten etea auch dafür genutzt werden, um den Lieferverkehr besser einzuschätzen. „Häufig sind sich kommunale Vertreter nicht darüber bewusst, welche Datenschätze sich in den jeweiligen Fachabteilungen verbergen und wer die passende Ansprechperson ist“, so Mauch weiter.

Kommunen können jetzt selbst handeln

Als Lösung schlagen die Forscher vor, eine möglichst breit umfassende Open-Data-Plattform zu schaffen. Diese könnte die erfassten Daten auch über die einzelnen Kommunen hinaus nutzbar machen. Mit dem neuen Handlungsleitfaden des IAO sollen baden-württembergische Kommunen nun in der Lage sein, auf Basis eigenständiger Datenerhebungen und -analysen eine Planungsgrundlage zur aktiven Gestaltung einer nachhaltigen Citylogistik zu schaffen.

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