Lanxess – Rhein Chemie

Redakteur: Peter Königsreuther

Der Lanxess-Geschäftsbereich Rhein Chemie präsentiert auf der Tire Technology Expo vom 20. bis 22. Februar 2018 in Hannover am Stand 4014 seine, wie es heißt, vielseitig anwendbaren Produkte für die Herstellung von Reifen.

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Im Rahmen der Tire Technology Expo 2018 stellt Lanxess neue Hochleistungs-Kautschukadditive, saubere und silikonfreie Trennlösungen für die Reifenherstellung sowie vielseitig nutzbare Verstärkungen und Beschleuniger vor. Ein Additiv, das die Naßrutschfestigkeit erhöht, sei ebenfalls mit von der Partie.
Im Rahmen der Tire Technology Expo 2018 stellt Lanxess neue Hochleistungs-Kautschukadditive, saubere und silikonfreie Trennlösungen für die Reifenherstellung sowie vielseitig nutzbare Verstärkungen und Beschleuniger vor. Ein Additiv, das die Naßrutschfestigkeit erhöht, sei ebenfalls mit von der Partie.
(Bild: Markus Grunau / Lanxess)

Bei der Herstellung von Sealant- und geräuschreduzierten Reifen, etwa ist es essentiell, sagen die Experten des Lanxess-Geschäftsbereichs, dass die auf den Rohling aufgebrachten oder übertragenen Trennmittel nach der Vulkanisation vollständig entfernt werden. Das sei unabdingbar, damit die nachträglich aufgebrachten Polymere beziehungsweise Schäume auch sicher am Rohling anhaften. Dafür habe man verschiedene Problemlöser parat:

Silikonfreie Produktion von Reifen

Außer den klassischen silikonhaltigen Produkten wie Rhenodiv BP-286 und Rhenodiv BP-2864, die nach der Vulkanisation der Reifen in mechanischen Waschanlagen oder durch Lasertechnologien entfernt werden, gibt es laut Rhein Chemie auch neuartige, absolut silikonfreie Produkte wie Rhenodiv BP-166 und Rhenodiv BP-9500. Aufgrund eines neuartigen, wasserlöslichen Trennwirkstoffs gelten diese als noch einfacher abwaschbar. Diese Produkte erfüllten auch die zunehmende Vorgabe von Automobilherstellern, während des Reifenproduktionsprozesses vollständig auf den Einsatz von Silikonen zu verzichten.

Mobilitätsmäßig auch von Interesse, ist dieser Lanxess-Beitrag:

Und permanent beschichtete Bladder der Marke Rhenoshape ermöglichen Reifenherstellern die Vulkanisation von Reifen ohne zusätzliche Trennmittel, wie Rhein Chemie weiter erklärt. Eine Reinigung der vulkanisierten Reifen sei mit dieser Ausrüstung überflüssig. Weil der Sprühprozess für Reifenrohlinge entfalle, könnten weder an kritischen Reifenbereichen noch am Arbeitsplatz Verunreinigungen entstehen. Ebenso stellt die Methode sicher, dass die Produkte silikonfrei sind – ganz im Sinne der OEMs, so Rhein Chemie.

Stickstoffreie Beschleuniger und Verstärkungsalternativen

Rhein Chemie schaffe mit seinem breitem Portfolio an Dithiophosphaten, Spezialbeschleunigern und Faser-Masterbatches außerdem ideale Voraussetzung für Hersteller von nitrosaminfreien und hochverstärkten Reifenmischungen.

Die Rhein-Chemie-Dithiophosphate (darunter Rhenogran TP-50 und Rhenogran SDT-50) seien stickstofffreie Beschleuniger, die typische Sulfenamid-, Thiuram- oder Carbamatbeschleuniger ersetzen könnten. Sie bieten laut Hersteller den Vorteil, dass sie hauptsächlich mono- und disulfidische Vernetzungsbrücken bilden, die thermisch stabiler und weniger reversionsanfällig sind. Setzt man die Dithiophosphate parallel zu Sulfenamidbeschleunigern ein, sollen Synergien bei der Vernetzung auftreten, welche die Effizienz des Prozesses steigerten.

Bei, wie es weiter heißt, extrem hoher mechanischer, dynamischer und thermischer Beanspruchung bieten die Aramidfasermasterbatche der Rhenogran P91-40-Reihe eine herausragende Verstärkungsleistung für Reifenmischungen. Mit Rhenogran P91-40 etwa erreiche man, dass die hoch belastbare und sehr leichte Twaron-Aramidkurzfaserpulpe gleichmäßig in die Gummimischung eingearbeitet werde. Außer für den Einsatz in typischen Reifenpolymeren wie NR, IR, BR und SBR ist Rhenogran P91-40 auch für viele andere Kautschuktypen wie zum Beispiel EPDM, CR und NBR geeignet, sagt Rhein Chemie.

Mehr Grip auf nasser Fahrbahn

Das Nassrutschverhalten eines Reifens ist, zusätzlich zu anderen Eigenschaften wie dem Rollwiderstand, dem Abrieb und der Geräuschentwicklung, ein wichtiger Sicherheitsaspekt, so Rhein Chemie. Bei der ECO- oder Green-Tire-Technology könne durch Zugabe von Vulkanol TOF zu einer mit Kieselsäure gefüllten Reifenmischung für Laufflächen das Nassrutschverhalten deutlich verbessert werden. Verbesserungen konnten auf Laborebene auch im Hinblick auf den Rollwiderstand beobachtet werden, wie es weiter heißt. Die Ergebnisse dieser Studie präsentiert Dr. Hermann-Josef Weidenhaupt, Experte für Kautschukadditive im Lanxess-Geschäftsbereich Rhein Chemie, in seinem Vortrag „The Way to Improve Wet and Ice Traction of Tires“ im Rahmen des Messeauftritts.

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