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Ladungsträger

Paletten werden ständig weiterentwickelt

| Autor/ Redakteur: Sabine Mühlenkamp / Robert Weber

Sie tragen die Last der Logistik auf ihren Schultern – kaum ein Ladungsträger ist so häufig im Einsatz wie die Palette. Um die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Branchen zu erfüllen, müssen sich Hersteller und Pool-Betreiber eine Menge einfallen lassen.

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Ohne Palette geht es nicht: Die Logistikwirtschaft braucht den Ladungsträger, der 2010 rund 79 Mio. Mal produziert wurde. Bild: EPAL
Ohne Palette geht es nicht: Die Logistikwirtschaft braucht den Ladungsträger, der 2010 rund 79 Mio. Mal produziert wurde. Bild: EPAL
( Archiv: Vogel Business Media )

Seit der Einführung der Europalette vor 50 Jahren sind zahlreiche Varianten der Palette entstanden. Der Klassiker aus Holz ist aus Kosten- und Umweltgründen interessant, die Kunststoffpalette überzeugt durch die Haltbarkeit und die hygienischen Vorteile.

Europalette wird 50 Jahre alt

Auch beim Umgang mit den Paletten hat der Nutzer die Wahl. Der Palettentausch ist das wohl bekannteste und am weitesten verbreitete Verfahren im Palettenhandling. In diesem Jahr wird die Europalette 50 Jahre alt – seitdem sorgt die GPAL/EPAL für die Einhaltung des Qualitätsstandards. Die Produktion und Reparatur von Europaletten läuft nur über lizensierte Mitgliedsbetriebe und die Qualitätssicherung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem weltweit unabhängigen Prüfungsunternehmen SGS (Société Générale de Surveillance).

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„Dieses sichert die Kontrolle der Herstellungs- und Reparaturqualität, indem es unangemeldet Stichproben durchführt und sämtlichen Hinweisen, ob anonym oder namentlich, nachgeht. Zusätzlich werden Marktbeobachtungen durchgeführt“, erklärt Martin Leibrandt, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Paletten e.V.

50 Jahre sind kein Alter, um sich auszuruhen – daher entwickelt die GPAL/EPAL derzeit eine optimierte, gütegesicherte Düsseldorfer EPAL-Palette. „Beim Entwicklungsprozess stehen wir im Dialog mit den späteren Verwendern, um gemeinsam eine gute Lösung zu erzielen“, so Leibrandt. Zudem arbeite man daran, in Zukunft EUR-Paletten mit RFID-Tags zu kennzeichnen. „Das grundsätzliche Ziel lautet: Keine Neuentwicklung wird ohne RFID gemacht. Dies gilt natürlich auch für die Düsseldorfer Palette“, stellt Leibrandt klar.

Ökologische Bedeutung der Europalette wächst

Generell arbeitet die GPAL zusammen mit der EPAL daran, die Anzahl der Mitgliedsbetriebe groß zu halten und europaweit auszubauen, um das Palettenmanagement weiter zu vereinfachen. „Die ökologisch nachhaltige Bedeutung der Europalette wird zukünftig weiter wachsen, gerade weil mit ihr nachwachsende Rohstoffe sinnvoll genutzt werden und Umweltbelastungen durch ihre positive CO2-Bilanz signifikant reduziert werden“, ist Leibrandt überzeugt.

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