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Zerspanen

Passgenaue Roboterautomation bringt alte Maschine in Schwung

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Unirobot ist ein Baukastensystem für die Werkzeugmaschinen-Automation. Der Roboter be- und entlädt eine Spitzenlos-Rundschleifmaschine. (Bild: Klaus Hennecke)
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Unirobot ist ein Baukastensystem für die Werkzeugmaschinen-Automation. Der Roboter be- und entlädt eine Spitzenlos-Rundschleifmaschine. (Bild: Klaus Hennecke)

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Rationalisierung kann sich auch bei über 30 Jahre alten Maschinen noch lohnen. Eine Spitzenlos-Rundschleifmaschine aus dem Jahr 1975 wurde mit einer Automationszelle versehen und arbeitet jetzt annähernd drei Stunden mannlos. Der Roboter bedient neben dem Be- und Entladen auch noch eine integrierte Messeinrichtung.

Das Be- und Entladen von Maschinen durch Roboter gilt als probates Mittel zur Rationalisierung. Doch lohnt sich die Automation einer Werkzeugmaschine aus dem Baujahr 1975? Das Familienunternehmen Lerchenmüller Systeme wagte das Experiment und orderte bei FMB eine schlüsselfertige Automationszelle für eine Spitzenlos-Rundschleifmaschine Lidköping 4B.

Neue Mikrosa Kronos L660 mit einer Unirobot-Automationszelle "veredelt"

Der Rationalisierungseffekt ist derart überzeugend, dass das Unternehmen mittlerweile auch seine neue Mikrosa Kronos L660 mit einer Unirobot-Automationszelle veredeln ließ, was eine weitgehend mannlose, dreischichtige Auslastung ermöglicht und die Amortisation der Maschineninvestition in Höhe von rund 700.000 Euro spürbar beschleunigt.

Das Familienunternehmen Lerchenmüller Systeme fokussiert sich mit einem umfangreichen Maschinenpark auf das Centerless-Schleifen bis Durchmesser von 100 mm und Längen bis 660 mm, das Durchgangsschleifen (bis 4 m Länge) sowie das Flach- und Rundschleifen. Neben Metallen werden auch Werkstücke aus Kunststoff, Titan und Glas genau in Form und auf Maß gebracht.

Die Kunden stammen aus unterschiedlichen Branchen wie Automobilbau, Medizintechnik, Pharma, Maschinen- und Anlagenbau, Feinmechanik, Elektro- und Antriebstechnik und sorgen für einen beachtlichen Teileumsatz von rund 5 Mio. Stück pro Jahr.

Roboter verlängern die effektiven Maschinenlaufzeiten

Die Kunden erwarten von Lerchenmüller Problemlöserqualitäten, Flexibilität, Liefertreue und gleichbleibend hohe Qualität und das bei ambitionierten Stückkostenvorgaben. Das Geschäft funktioniert daher nicht mehr ohne ständige Optimierung der eigenen betrieblichen Abläufe und Kostenstrukturen.

Ein beliebter Lösungsansatz ist die Automation von Werkzeugmaschinen mit einem Roboter. Das ehedem fürs Be- und Entladen eingesetzte Personal lässt sich für andere Tätigkeiten im Betrieb einplanen oder für anspruchsvollere Aufgaben qualifizieren. Ausgestattet mit einem Magazin für Roh- und Fertigteile können Roboter die effektiven Maschinenlaufzeiten signifikant erhöhen – ein ausreichend großes Auftragspolster vorausgesetzt.

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