Proxia/Prozessdaten-Modul Performance von Produktionsanlagen bewerten

Redakteur: Beate Christmann

Der Softwarehersteller Proxia hat ein Modul entwickelt, das Prozessdaten von Anlagen wie Temperaturen, Drücke oder Geschwindigkeiten speichern, verwerten und visualisieren können soll. Anhand dieses Datenpools sollen Anlagenbetreiber sowohl Instandhaltungsprozesse als auch die Qualitätssicherung optimieren.

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Prozessdaten stets im Blick: Das PROXIA Prozessdaten-Modul von Proxia soll eine transparente Datengrundlage schaffen, mit der die Identifizierung von Maschinenstörungen sowie richtiges Maßnahmenmanagement für automatisierte Entscheidungsprozesse möglich werden.
Prozessdaten stets im Blick: Das PROXIA Prozessdaten-Modul von Proxia soll eine transparente Datengrundlage schaffen, mit der die Identifizierung von Maschinenstörungen sowie richtiges Maßnahmenmanagement für automatisierte Entscheidungsprozesse möglich werden.
(Bild: Proxia)

In Zeiten von Industrie 4.0 spricht jeder über Daten. Doch welche Daten fallen in der Produktion überhaupt an und welche werden wozu benötigt? Neben Maschinen- und Betriebsdaten bieten sich auch Prozessdaten für die Optimierung von Fertigungsprozessen an. Softwarehersteller Proxia macht eben diese mit seinem neuen Prozessdaten-Modul verfügbar: Es speichert, verwertet und visualisiert Temperaturen, Drücke oder Geschwindigkeiten und bietet damit einen weiteren Baustein zur Smart Factory.

Prozessdaten nicht verschwenden

Bei Prozessdaten handelt es sich um Daten, welche dokumentieren mit welchen Ist-Parametern ein Prozess durchgeführt wurde. In der Regel werden diese Daten von den Steuerungen der Anlagen verwendet, um den Prozess zu regeln. Diese Informationen verbleiben meist in den Steuerungen und werden für andere Aufgaben nicht verwendet.

Nutzt man nun die Möglichkeit diese Informationen aus der Prozessebene heraus an einen zentral zugreifbaren Ort zu verlagern, erschließen sich laut Proxia zusätzliche Möglichkeiten, die Wertschöpfung zu erhöhen. So lassen sich beispielsweise durch die permanente Visualisierung der relevanten Prozessparameter Abweichungen vom Soll-Prozess schnell erkennen. Dadurch besteht die Möglichkeit, den Prozess schon zur Laufzeit nachjustieren zu können. Das soll helfen, die Qualität der Produkte zu verbessern und die Ausschussrate zu minimieren.

Große Zeiträume von Prozessdaten betrachten, Trends erkennen

Das neue Prozessdaten-Modul bewahrt alle relevanten Prozessparameter auf. Dabei soll es keine Rolle spielen, ob die Daten an einem zentralen Ort gespeichert werden oder in verteilten Datenbanken abgelegt werden. Dieser Datenpool erlaubt es, auch große Zeiträume zu betrachten und so beispielsweise Trends zu erkennen.

Die so gewonnenen Informationen sind nicht nur für die Mitarbeiter in der Produktion ein wichtiges Gut, sondern auch in der Instandhaltung bietet dieser Datenbestand eine zusätzliche Hilfestellung bei der Fehlersuche und bei der Optimierung der Produktionsanlagen. Des Weiteren bieten Prozessdaten auch eine zusätzliche Möglichkeit für die Mitarbeiter der Qualitätssicherung, um im Falle von auftretenden Qualitätsabweichungen die jeweiligen Ursachen zu ermitteln.

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