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Hannover Messe 2014

Phosphor aus Abwässern zurückgewinnen

| Redakteur: Claudia Otto

Mit einem Magneten lassen sich die superparamagnetischen Partikel im Wasser mitsamt ihrer Phosphorfracht aus dem Wasser ziehen.
Mit einem Magneten lassen sich die superparamagnetischen Partikel im Wasser mitsamt ihrer Phosphorfracht aus dem Wasser ziehen. (Bild: Kurt Dobberke / Fraunhofer ISC)

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Phosphor steckt in Düngern, Getränken und Waschmitteln. Er sammelt sich im Gewässer und belastet es. Die Deutsche Phosphor-Plattform hat sich daher zum Ziel gesetzt, dieses wertvolle und gleichermaßen schädigende Element aus dem Wasser zurückzugewinnen. Wie das gelingen kann, zeigen die Forscher auf der Hannover Messe. Standbesucher können das Verfahren selbst testen.

Nicht nur Pflanzen, sondern auch Menschen und Tiere brauchen diesen Stoff: Phosphor ist ein Baustein der DNA. Viele biologische Vorgänge in unserem Körper können nur ablaufen, wenn Phosphoratome mit von der Partie sind. Allerdings birgt dieses Element auch ein Problem: Landwirte und Industriebetriebe verwenden so große Mengen, dass die Böden überdüngen und die Gewässer belastet sind.

Rohstoff weitestmöglich wiederholt nutzen

Hier setzen die Experten der Deutschen Phosphorplattform DPP an: Sie haben sich unter anderem zum Ziel gesetzt, das Phosphor aus dem Wasser zurückzugewinnen. Zum einen, um die Umwelt zu schonen. Zum anderen, um den wertvollen Rohstoff weitestmöglich erneut nutzen zu können und den Lagerstätten somit keinen neuen Phosphor entziehen zu müssen – denn das Phosphor wird zunehmend knapper. Zwar bergen die Lagerstätten noch genügend Phosphor für die nächsten 250 Jahre. Doch nur wenige Länder exportieren dieses Element – wäre die geopolitische Lage in diesen Ländern brisant, sähe es auch mit der Versorgung schlecht aus.

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