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Asco Numatics

Platzsparendes Ventilinselkonzept für Ex-Schutz-Anwendungen

| Redakteur: Josef-Martin Kraus

Unter der Bezeichnung 62201001 hat Asco Numatics eine Ventilinsel für Anwendungen in der Feinchemie und Biochemie, Pharma- und Kosmetikindustrie konzipiert. Kennzeichnend ist eine äußerst kompakte Bauweise trotz hohem Durchfluss. Sie entspricht den Richtlinien für Anwendungen in explosionsgefährdeten Bereichen der Atex-Zonen 1 und 2 (Gas) sowie 21 und 22 (Staub).

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Die Ventilgrundplatte wird mit allen pneumatischen Anschlüssen von innen auf einen Ausschnitt in der Schaltschrankwand geschraubt. (Bild: Asco Numatics)
Die Ventilgrundplatte wird mit allen pneumatischen Anschlüssen von innen auf einen Ausschnitt in der Schaltschrankwand geschraubt. (Bild: Asco Numatics)

Im Vergleich zu herkömmlichen, einzeln im Schaltschrank angeschlossenen Ventilinseln bietet diese Ventilinsel einen Platzvorteil von etwa 50% (Bild 1). Das bedeutet für den Anwender, dass eine Maschinensteuerung nur noch einen statt zweier Standardschaltschränke mit Abmessungen von zum Beispiel 700 mm × 500 mm × 250 mm benötigt. Zusätzlich zur Platz- und Gewichtsreduzierung an der Maschine führt dieses Konzept zur Kosteneinsparung bei Schottverschraubungen, Gehäuse, Verdrahtung und Verschraubung: bis zu 900 Euro an Kosten je Schaltschrank.

Pneumatikschläuche direkt von außen an Ventilinsel anschließen

Erreicht wird dies durch mehrere Maßnahmen. So sind alle pneumatischen Anschlüsse in die Grundplatte gelegt worden, die von innen auf einen Ausschnitt in der Schaltschrankwand geschraubt wird (Bild 2). Pneumatikschläuche werden dabei direkt von außen an der Ventilinsel angeschlossen, ohne sie durch die Schaltschrankwand führen zu müssen.

Dadurch entfallen Schott-Verschraubungen und interne Verschlauchungen. Die Installation wird so beschleunigt.

Eine umlaufende Dichtung schützt das Innere des Schaltschranks (Bild 3). Elektrisch werden die Magnetventile durch einen zentralen Multipol-Verbindungsstecker angesteuert. Auch das beschleunigt die Installation und reduziert den „Kabelsalat“ im Gehäuse.

Ventilinsel ermöglicht Ventilwechsel auch unter Druck

Eine Besonderheit stellt das in die Grundplatte integrierte pneumatische Absperrsystem dar. Dadurch kann ein Ventilwechsel auch unter Druck, also im laufenden Betrieb (hot swap), durchgeführt werden.

Die Folge: Wegen eines Ventilwechsels oder Wartungs- und Reparaturarbeiten an einem Anlagenteil ist für die anderen, aktiven Anlagenteile weder eine Prozessunterbrechung noch ein Anlagenstopp erforderlich. Chargenprozesse werden unterbrechungsfrei fertig gestellt. Das reduziert die Betriebskosten spürbar.

Ventilinsel an alle gängigen Remote-I/O-Systeme anschließbar

Die Ventilinsel kann an alle gängigen Remote-I/O-Systeme von Emerson (Mutterkonzern), Pepperl+Fuchs, Stahl, Turk, ABB und Siemens angeschlossen werden. Es verfügt über vier – optional acht – 5/2-Wegeventile, die mit einem Durchsatz von jeweils 600 l/min eine große Bandbreite an Aktoren abdecken.

Alle Ventile sind in „Ex ia“ ausgeführt und weisen neben der integrierten LED-Anzeige eine Handhilfsbetätigung sowie eine Leistungsaufnahme von nur 0,2 W aus. Die Ventileinheit lässt sich in einen Schaltschrank nach EN6079-0 (IP65) oder in einen Ex ia zertifizierten Schaltschrank gemäß EN60079-7 einbauen.

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