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Automatisierungstechnik PLC-Open und OPC Foundation kombinieren ihre Technologien

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Die Organisationen OPC Foundation und PLC-Open haben auf der Hannover-Messe bekannt gegeben, dass sie ihre Technologien zu einer plattform- und herstellerübergreifenden Informations- und Kommunikationsarchitektur kombinieren. Der Mix aus der OPC Unified Architecture (UA) und der SPS-Norm IEC 61131-3 schaffe interessante Optionen für die Realisierung von Automatisierungsstrukturen.

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Dipl.-Ing. Stefan Hoppe (links), Vorsitzender der europäischen Tochterorganisation der OPC Foundation, und Eelco van der Wal, Geschäftsführer der PLC-Open, haben auf der Hannover-Messe 2010 ihre Zusammenarbeit bekannt gegeben. Bild: Kroh
Dipl.-Ing. Stefan Hoppe (links), Vorsitzender der europäischen Tochterorganisation der OPC Foundation, und Eelco van der Wal, Geschäftsführer der PLC-Open, haben auf der Hannover-Messe 2010 ihre Zusammenarbeit bekannt gegeben. Bild: Kroh
( Archiv: Vogel Business Media )

Das erste Basisziel der Kooperation ist die Abbildung eines IEC-61131-3-Informationsmodells innerhalb des Kommunikationsstandards OPC-UA. Damit reagieren die Organisationen auf die Forderung der Kunden, dass ein identisches SPS-Projekt sich auch identisch im Zugriff per UA darstellt.

Unterschiedliche Visualisierung von SPS-Projekten

Denn wird ein SPS-Programm gemäß IEC 61131-3 auf verschiedene Steuerungsplattformen von verschiedenen Anbietern geladen, so kann man zwar schon heute per UA mit den Steuerungen kommunizieren und die Prozessvariablen lesen und beschreiben; die Darstellung im Namespace der UA-Server ist aber auf jeder Plattform unterschiedlich.

Eine Visualisierung muss also für jede Steuerung immer wieder angepasst werden, obwohl der SPS-Code identisch ist.

UA-Namensraum bildet jetzt Informationsmodell ab

Außer dem Zugriff auf die Instanzen der SPS-Variablen stehen nun, so heißt es, auch weitere Metainformationen zur Verfügung, beispielweise zum Aufbau der Datenstruktur, zur Anzahl der Funktionsbausteine, zu den Parametern oder zu den Zykluszeiten.

Es werde also das gesamte Informationsmodell in dem UA-Namensraum abgebildet.

OPC Foundation ist für das Wie zuständig

Die OPC Foundation ist mit UA nach eigenen Angaben in der Lage, die Wie-Fragen zu beantworten:

  • Wie kann der Kommunikationspartner gefunden werden?
  • Wie sind verfügbare Daten, Metadaten und Funktionalitäten des Kommunikationspartners ermittelbar?
  • Wie lässt sich performante Kommunikation, unabhängig vom eingesetzten Betriebssystem oder der Programmiersprache, erreichen?
  • Wie können Sicherheitsaspekte wie Authentifizierung und Verschlüsselung gewährleistet werden?

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