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Elektronikfertigung

Polymerelektronische Schaltungen substituieren Chip-Werkstoff Silizium

08.05.2009 | Autor / Redakteur: Thomas Rehbein / Reinhold Schäfer

Bild 1: Als führendes Untermnehmen für Produktionstechnik engagiert sich Siemens zunehmend im Bereich EMS.Bild: Siemens
Bild 1: Als führendes Untermnehmen für Produktionstechnik engagiert sich Siemens zunehmend im Bereich EMS.Bild: Siemens

Außer den Endanwendern sind Halbleiterhersteller, Materiallieferanten und Unternehmen für Prozesstechnik vertreten. Sie bilden ein Konsortium, das innerhalb der nächsten drei Jahre die europäische Markteinführung und Serienfertigung von hochtechnologischen Produkten mit der Chip-Embedding-Technik vorantreiben wird. Ob die europäische Zulieferindustrie mit dieser und anderen Innovationsstrategien eine Antwort auf die massive Verschiebung der Produktion in Niedrigkostenstandorte findet, wird sich zeigen.

Kontraktfertiger sind mehr als klassische Zulieferer

Mittlerweile steigt in einer zweiten Verlagerungswelle China zum wichtigsten Lowcost-Standort auf. Denn der Preisdruck auf die Hersteller in Europa und den USA nimmt zu. Die Electronic Manufacturing Services (EMS) erscheinen als Modell der Zusammenarbeit deshalb immer attraktiver. Solche Kontraktfertiger sind weit mehr als klassische Zulieferer, sie haben innerhalb der Wertschöpfungskette mittlerweile einen ganz eigenen Status. In chinesischen Fabriken entstehen heute gut 30% der weltweiten Auftragsfertigung.

Die neue Form der Arbeitsteilung mit den Kontraktfertigern geht über die Rolle der klassischen Zulieferer weit hinaus und reicht von der reinen Auftragsfertigung bis hin zur völligen Trennung von Marke und Produktion. Doch der Standort China ist nicht nur billig. Gerade taiwanesische Unternehmen mit Produktionshallen auf dem Festland haben sich gemausert. Einige entwickeln sich zu Großunternehmen und übernehmen immer mehr Teile der Produktion. Sie leisten komplexe Ingenieursarbeiten bis hin zur Erstellung von Prototypen.

Initiative „Services in EMS“ bündelt Zulieferer

Mit der Initiative „Services in EMS“ des ZVEI reagieren über 30 europäische Zulieferer auf diese Tendenzen. Die dort organisierten EMS-Provider stehen ihren Kunden für umfassende Dienstleistungen zur Verfügung, angefangen bei der Entwicklung von Hard- und Software für elektronische und mechatronische Baugruppen, Geräte und Systeme, über das Materialmanagement und Produktion bis hin zu Dienstleistungen nach dem Verkauf eines Produktes. Der Anteil von EMS am Markt für elektronische Baugruppen im deutschsprachigen Raum wächst überproportional im Verhältnis zum Gesamtmarkt und erreicht mittlerweile einen Anteil von rund 20%.

Zur ZVEI-Initiative gehören namhafte Unternehmen: Zum Beispiel Kathrein, Rohde & Schwarz, Siegert, SMT & Hybrid und selbst Siemens engagiert sich in diesem Marktsegment. Trotz dieser starken Tendenzen bleiben klassische Spezialisten als Zulieferer gefragt. Der steigenden Komplexität von technisch immer ausgereifteren Endprodukten müssen sich OEMs und Kontraktfertiger gleichermaßen stellen. Sie sind nach wie vor auf die ausgefeilten Lösungen der oft mittelständischen Spezialisten zur Herstellung, Installation und Automatisierung angewiesen.

 

Weltleitmesse der Elektronikfertigung

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