Schneller Datenritt Porsche setzt auf modernes 5G-Netz in Weissach

Autor / Redakteur: dpa / Lena Sattler

Der Sportwagenhersteller Porsche startet den Bau einer 5G-Mobilfunkversorgung am Entwicklungszentrum in Weissach. Das soll die Entwicklung von Assistenzsystemen für smartere Fahrzeuge beschleunigen.

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Datenspeed: Zwei Mobilfunkstationen und mehrere Antennen versorgen das Porsche-Entwicklungszentrum Weissach mit einem schnellem 5G-Netz.
Datenspeed: Zwei Mobilfunkstationen und mehrere Antennen versorgen das Porsche-Entwicklungszentrum Weissach mit einem schnellem 5G-Netz.
(Bild: Marco Prosch/Porsche)

Der Sportwagenhersteller Porsche will in Kürze sein gesamtes Entwicklungszentrum in Weissach bei Stuttgart mit dem neuesten Mobilfunkstandard 5G ausrüsten, um moderne Systeme für den Serieneinsatz in seine Fahrzeugen effizienter testen zu können. Dabei geht es etwa um vorausschauende Warn- und Assistenzsysteme, die in der Regel von superschnellem 5G-Internet abhängig sind. Porsche verkündete, dass der Telekommunikationspartner Vodafone am Dienstag den Startschuss für das 5G-Netz im Außenbereich des Entwicklungsstandorts gegeben hat. In den nächsten Monaten sollen auch die Innenräume auf dem Gelände mit 5G ausgestattet werden. Wann die Maßnahmen beendet sind, wurde nicht verraten. Die Entwicklung und die Zeit bis zum Einsatz von auf 5G basierenden Systemen soll so deutlich kürzer werden, merkt Porsche an.

Eine 5G-Technik ohne LTE

Technisch gesehen setzt Porsche nach Vodafone-Angaben auf die 5G-Version „5G Standalone“, die ein 3,5-Gigahertz-Frequenzband nutzt. Das „5G Standalone“ kommt ohne die 5G-Vorgängertechnik LTE (Long Term Evolution, der bisherige Standard) aus, weshalb Porsche von äußerst kurzen Datenlaufzeiten profitiere, was auch Fahren betrifft. Aufgrund der großen Bandbreite könnten auch umfangreiche Datenpakete schnell aufgespielt werden.

Die 5G-Technik und auf ihr aufbauende Funktionen würden mittelfristig in neue Fahrzeuggenerationen integriert. Auch hirzu wurden aber keine präziseren Zeitangaben gemacht, genauso wenig wie zu den Kosten des Vorhabens. Die neue 5G-Mobilfunktechnik ist aus Expertensicht eine Voraussetzung, um beim Thema autonomes Fahren voranzukommen, ein Entwicklungsfeld, das auch andere OEMs derzeit beackern.

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