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Studie zu Predictive Maintenance Potenziale erkannt, aber zu selten umgesetzt

Redakteur: Beate Christmann

Laut einer Studie der Unternehmensberatung Bearing Point setzt sich bereits ein Großteil der 74 befragten Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum mit den Potenzialen der vorausschauenden Instandhaltung auseinander. Jedoch habe nur jedes vierte Unternehmen erste Projekte zum Thema durchgeführt.

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Bei der Planung ihrer Instandhaltungsmaßnahmen erkennen zwar viele Unternehmen die Vorteile von Predictive Maintenance, der Mut zur Umsetzung scheint jedoch noch zu fehlen – das ergab zumindest eine Umfrage der Unternehmensberatung Bearing Point zum Thema vorausschauende Instandhaltung.
Bei der Planung ihrer Instandhaltungsmaßnahmen erkennen zwar viele Unternehmen die Vorteile von Predictive Maintenance, der Mut zur Umsetzung scheint jedoch noch zu fehlen – das ergab zumindest eine Umfrage der Unternehmensberatung Bearing Point zum Thema vorausschauende Instandhaltung.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Am Mut zur Umsetzung fehlt es wohl noch an einigen Stellen: Während sich die meisten Unternehmen der Sinnhaftigkeit von Maßnahmen der vorausschauenden Instandhaltung, auch Predictive Maintenance genannt, bewusst zu sein scheinen, schreiten jedoch nur einige von ihnen zur Tat – so zeigen zumindest die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung der Unternehmensberatung Bearing Point. 74 Firmen aus der DACH-Region, hauptsächlich aus den Bereichen Maschinenbau, Chemie/Pharma und Automobilindustrie, wurden befragt.

„Angst vor Fehlern hemmt die Unternehmen“

„Die Voraussetzungen für den entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft sind da und sollten von den Unternehmen genutzt werden. Oft fehlt es aber am Mut, Fehler zu machen und aus diesen zu lernen. Das hemmt die Unternehmen und blockiert die Potenziale von Predictive Maintenance“, fasst Donald Wachs, globaler Leiter Manufacturing bei Bearing Point und Experte für Industry 4.0 und IoT (Internet of Things), zusammen.

Die Studie ergab, dass sich 84 % der Befragten mit dem Thema Predictive Maintenance auseinandersetzen, jedoch nur jedes vierte Unternehmen bereits erste Projekte durchgeführt hat. Die Firmen würden den Nutzen von Predictive Maintenance vor allem in der Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit (80 %) und in der Senkung der Wartungskosten (60 %) sehen und jedes zweite Unternehmen (52 %) nehme es auch als Chance wahr, Kunden durch bessere Servicemodelle zu binden.

Untersuchungsergebnis: Maschinendaten werden erhoben, aber nicht richtig genutzt

Die Nutzung von Maschinendaten steht laut der Studie noch nicht im Fokus der Unternehmen. So gaben zwar 76 % der Befragten an, relevante Daten via Sensoren zu erfassen und 59 % von diesen, dass sie diese auch zielgerichtet auswerteten. Allerdings optimierten gemäß der Umfrageresultate lediglich rund 20 % die Instandhaltung ihrer Anlagen auf Grundlage dieser Daten. Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer (57 %) nannte als größte technische Hürde die IT-Sicherheit. Noch gewichtiger sei nur der hohe Implementierungsaufwand, was 61 % der Befragten als Schwierigkeit betrachteten.

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