Suchen

Hans Weber

Praktisch kein Blechbauteil ohne eine bearbeitete Oberfläche

| Autor/ Redakteur: Georg Weber / M.A. Frauke Finus

Egal ob eine Gebäudefassade oder eine Abdeckung beziehungsweise Verkleidung eines Geräts – die Oberflächen und Kanten fast jeden Blechbauteils werden heutzutage bearbeitet. Sei es aus Schönheitsgründen wie im ersten Beispiel oder aus einem Sicherheitsaspekt heraus wie im zweiten Beispiel. Das richtige Equipment für die Oberflächenbearbeitung bietet Hans Weber.

Firmen zum Thema

Ein CBF-Schleifbalken von Weber.
Ein CBF-Schleifbalken von Weber.
(Bild: Hans Weber)

Die Oberflächen von den verschiedensten Materialien spielen eine große Rolle. Sie beeinflussen uns beim Ansehen, beim Berühren und durch die Verbindung von beidem. Weiterhin beeinflussen sie natürlich auch unsere Entscheidungen. Das gilt so auch für geschliffene und geschnittene Bleche, die uns heute in allen denkbaren Situationen begegnen. Ob als dekorativer und gestalterischer Aspekt wie an Fassaden, Aufzügen, Rolltreppen oder im alltäglichen Leben als Abdeckungen für Gerätschaften, die wir ohne Schnittverletzungsgefahr betätigen möchten.

Die Entwicklung der modernen Maschinentechnik hat die geforderte Qualität und damit die Verwendung solcher Blechteile fast überall ermöglicht. Voraussetzung dafür sind einige wenige Kriterien, die an die Schleiftechnik gestellt werden. Für die Kantenbearbeitung oder das Entgraten müssen definierte Merkmale hinsichtlich Kantenbrechen, Kantenverrundung oder Radiusbearbeitung dauerhaft erreichbar und einhaltbar sein. Für die Qualität der Oberfläche sind Rautiefe, Strichlänge, Geradlinigkeit des Schliffbilds und Schattenfreiheit die wichtigsten Punkte. Schleif- und Entgratmaschinen sollen mit ihrer Technik in der Lage sein, diese Anforderungen gleichzeitig zu erfüllen.

Bildergalerie

Oberflächen müssen auch optisch ansprechend sein

Die Hans Weber Maschinenfabrik aus Kronach bietet hier eine Vielzahl unterschiedlicher Bearbeitungsmöglichkeiten. Während beim Entgraten mit der klassischen Schleifwalze mit Endlosbreitband gearbeitet wird, kommen für das Verrunden und Radiusschleifen die von Weber entwickelten und patentierten Planetenkopfsysteme zum Einsatz. Hierbei bearbeiten rotierende Topfbürsten, die gruppenweise auf einer Kreisbahn geführt werden, die Kanten. Die Gruppen sind nebeneinander ein- oder zweireihig angeordnet und verrunden somit alle Kanten gleichmäßig. Soll ein Radius geschliffen werden, wird der Planetenkopf mit dem Multirotations-Bürstsystem MRB ergänzt. Hier sind jeweils zwei Rundbürsten auf einem rotierenden Träger gelagert. Entsprechend der Arbeitsbreite befinden sind mehrere Träger nebeneinander, die sich im Wirkkreis deutlich überschneiden.

Das Bearbeitungsergebnis wird hierdurch an allen Kanten absolut gleichmäßig. Der große Vorteil dieser zwei Weber-Techniken ist, dass die Einbaulänge relativ gering ist und deshalb problemlos mehrere Bearbeitungseinheiten wie Schleifwalzen, Planetenkopf und MRB in einem kompakten Maschinenständer angeordnet werden können. Diese Techniken sind in beliebig großen Arbeitsbreiten möglich.

Neben der Kantenbearbeitung ist natürlich auch die Erzeugung der optisch ansprechenden Oberfläche gefordert. Üblicherweise werden hier Schleifbänder mit Schleifwalzen verwendet. Allerdings erzeugen Schleifbänder systembedingt Oszillationsspuren, die als Qualitätsmangel eingestuft werden. Die klassische Abhilfe, wie beim Tafelblechschliff üblich, durch Hochsetzen der Vorschubgeschwindigkeit die Spuren so zu strecken, dass sie nicht mehr stören, funktioniert allerdings nicht in Kombination mit Verrundungssystemen. Für starke Verrundungen sind relativ langsame Vorschubgeschwindigkeiten notwendig. Weber hat hierfür eine spezielle Bandsteuerung entwickelt, die ein absolut geradliniges Schliffbild auch bei geringen Vorschubgeschwindigkeiten erzeugt. Damit können perfekt gerundete Teile mit einer, dem Tafelblechschliff vergleichbaren Optik, hergestellt werden.

Variierende Strichlängen des Schliffbildes

Eine weitergehende Anforderung kommt von den Designern des Automotivbereichs. Hier sind neben den oben geschilderten Merkmalen auch noch variierende Strichlängen des Schliffbildes gefordert. Für diese hohen Qualitätsanforderungen wird die von Weber patentierte CBF-Technik eingesetzt. Bei dieser Technik kommt ein Schleifbalken zum Einsatz, bei dem ein innen angeordnetes, quer zum Schleifband laufendes Lamellenband die Eingriffslänge der einzelnen Schleifkörner regelt. Somit kann durch Ändern der Lamellenbandparameter unter Beibehaltung, der für das zu bearbeitende Material idealen Zerspanungsparamter, die unterschiedliche Schnittlänge eingestellt werden.

So finden heute die verschiedenen Weber-Techniken für die unterschiedlichsten Aufgabestellungen Anwendung. Die große Erfahrung in der Bearbeitung verschiedenster metallischer und nichtmetallischer Werkstoffe erschließt bei Weber immer wieder neue Ansätze bei neuen Aufgabestellungen.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 43632740)