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Ätztechnik

Precision Micro wächst in Deutschland rasant

| Redakteur: Stéphane Itasse

Geätzte Hochpräzisionskomponenten von Precision Micro sind bei deutschen Kunden aus der Automobilindustrie und der Medizintechnik sehr gefragt.
Geätzte Hochpräzisionskomponenten von Precision Micro sind bei deutschen Kunden aus der Automobilindustrie und der Medizintechnik sehr gefragt. (Bild: Daniel Buxton Photography)

Precision Micro, nach eigenen Angaben europäischer Marktführer in der Ätztechnik, hat sein Geschäft in Deutschland seit 2014 mehr als verdoppelt. Prognosen zufolge wird das britische Unternehmen bis Ende 2017 40 % seines Konzernumsatzes in der Bundesrepublik erwirtschaften, ohne genauere Zahlen zu nennen.

Triebkraft bei dieser Entwicklung waren in erster Linie deutsche Hersteller und Zulieferer aus der Automobilindustrie sowie der Medizintechnik. Der Bedarf an immer feiner strukturierten, exakteren und leichteren Präzisionsmetallteilen ist in diesen beiden Branchen extrem groß, die Anforderungen sind vielfältig. Fotogeätzte Schädelimplantate von Precision Micro müssen beispielsweise medizinisch- hochfunktionale Anforderungen mit chirurgischer Präzision erfüllen, während in der deutschen Automobilindustrie CO2-Emissionen und Treibstoffverbrauch durch leichtere Metallbauteile gesenkt werden müssen und gleichzeitig Designansprüche zu erfüllen haben.

Fotochemisches Ätzen erfüllt in der Metallbearbeitung hohe Anforderungen

Als Metallbearbeitungsverfahren eignet sich das fotochemische Ätzen laut Anbieter für diese komplexen Rahmenbedingungen. Dabei werden mittels chemischer Erosion Metallbauteile gefertigt. „Deutsche Ingenieure nutzen jetzt verstärkt die vielfältigen Vorteile, die das Fotoätzen ihnen bietet. Dazu zählen die grat- und belastungsfreie Bearbeitung, bei der die Leistung der Teile nicht beeinträchtigt wird, sowie eine hohe Präzision, Funktionalität und leichtes Gewicht“, sagt Mick Taylor, kaufmännischer Leiter bei Precision Micro.

Stanzen? Lasern? – Nein, Ätzen heißt die Alternative!

Precision Micro

Stanzen? Lasern? – Nein, Ätzen heißt die Alternative!

24.11.15 - Stanzen ist gerade bei großen Losgrößen ein etabliertes Verfahren in der Blechverarbeitung. Mit filigranen und konturreichen Teilen ist die Stanztechnik aber mitunter überfordert. Eine echte Alternative ist hier das photochemische Ätzen, denn in einem subtraktiven chemischen Prozess können hochpräzise Metallteile erzielt werden – und das auch noch in großen Stückzahlen wirtschaftlich. lesen

Der britische Ätztechnikspezialist aus Birmingham darf sich über eine gute Auftragslage freuen. Als Teil der internationalen Meggit PLC Engineering Gruppe mit einem weltweiten Konzernumsatz von 2 Mrd. GBP profitiert Precision Micro in der Großauftragsakquise von erheblichen Synergieeffekten. So konnte das Unternehmen einen Fünf-Jahres-Vertrag mit dem Automobilzulieferer Continental abschließen, der die Herstellung und Lieferung von Gelenken für die Kraftstoffeinspritzung umfasst. In diesem Segment ist Precision Micro Marktführer und versorgt insgesamt drei der fünf größten Hersteller mit diesem Produkt. Im Rahmen von Lieferverträgen mit marktführenden Herstellern von Fahrzeug-Innenausstattungen fertigt Precision Micro außerdem pro Jahr über 1 Mio. Lautsprechergitter für deutsche Automobilmarken.

Ätzen von Titan als Alleinstellungsmerkmal

In der Medizintechnik verfügen die Briten über ein Alleinstellungsmerkmal. Die Anlage zum Ätzen des Edelstahls Titan für den medizinischen Gebrauch ist als einzige in Europa für diesen speziellen Einsatzbereich zertifiziert. Aus diesem Grund konnte das Unternehmen neue Aufträge für medizinische Implantate, darunter auch kraniomaxillofaziale Implantate, sowie für Herzschrittmacher-Batterienetze abschließen.

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