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Ätztechnik

Precision Micro wächst um 25 %

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die Firmenzentrale von Precision Micro in Erdington, Birmingham: Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2016/2017 ein Umsatzplus von 25 % im Vergleich zum Vorjahr.
Die Firmenzentrale von Precision Micro in Erdington, Birmingham: Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2016/2017 ein Umsatzplus von 25 % im Vergleich zum Vorjahr. (Bild: Daniel Buxton Photography)

Der britische Ätztechnikspezialist Precision Micro hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2016/2017 im Vergleich zum Vorjahr um 25 % auf 15 Mio. Britische Pfund erhöht.

Grund für dieses Ergebnis ist einerseits die gute Auftragslage, die von der Automobilbranche ausgeht. Dort konnte sich Precision Micro nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren als Zulieferer von grat- und spannungsfreien, sicherheitskritischen Teilen und Fahrzeug-Innenausstattungen etablieren.

Branchenübergreifendes Wachstum in der Elektronik, der Medizintechnik oder der Luftfahrt haben sich ebenfalls positiv auf das Geschäft ausgewirkt. In diesen Marktsegmenten konnte das Unternehmen zum Beispiel durch die Herstellung von Leadframes für Reed-Relais, von kraniomaxillofazialen Implantaten oder Heizelementen für Enteisungssysteme in Flugzeugen Kunden gewinnen. Dadurch sieht sich der Ätztechnikspezialist auf einem guten Weg, das Umsatzziel von 20 Mio. Pfund schon 2019 zu erreichen, ein Jahr früher als geplant.

Precision Micro plant Investitionen in Millionenhöhe

Noch 2018 will die Geschäftsleitung über 3 Mio. Pfund investieren, wie es heißt. Insbesondere die Installation einer neuen Ätzanlage soll die Markteinführung neuer Produkte beschleunigen und gleichzeitig die Time-to-Market-Phase verkürzen. Auf diese Weise will Precision Micro zusätzliche Einsparpotenziale an Kunden weitergeben.

Weiteres Kapital soll in die Qualitätssicherung fließen. Neben einer neuen Vorreinigungslinie sollen automatisch-optische Inspektionssysteme installiert werden. Darüber hinaus sind Investitionen in die Infrastruktur geplant, darunter ein neues ERP System.

„Mit diesem Investitionsprogramm reagieren wir auf die branchenübergreifend verstärkte Nachfrage des chemischen Ätzverfahrens“, sagt Ian McMurray, Geschäftsführer von Precision Micro. Denn das fotochemische Ätzen habe sich von einer Nischentechnologie zu einer Mainstreamtechnik entwickelt – „zum Nutzen zahlreicher OEMs aus ganz unterschiedlichen Hightech-Branchen.“ Somit wird der Bedarf an präzisen, komplexen und sicherheitskritischen Teilen mit immer engeren Toleranzen und aus zunehmend schwer zu bearbeitenden Metallen weiter steigen, wie Precision Micro erwartet.

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