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Waasner / Schuler

Presse für E-Mobilität in Auftrag gegeben

| Redakteur: Frauke Finus

Die Gebr. Waasner GmbH reagiert auf die erhöhten Anforderungen bei der Produktion von Motoren für Elektroautos. Drum hat das Unternehmen eine neue Presse bei Schuler in Auftrag gegeben.

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Dank des verlängerten Pressentischs bietet die Smartline EV 3.8 auch für komplexere Folgeverbundwerkzeuge genügend Platz.
Dank des verlängerten Pressentischs bietet die Smartline EV 3.8 auch für komplexere Folgeverbundwerkzeuge genügend Platz.
(Bild: Schuler)

Seit über 70 Jahren stellt Waasner Bleche für Elektromotoren her. Mit der E-Mobilität ist ein wichtiger Absatzmarkt hinzugekommen, allerdings stellen Antriebe für Elektroautos erhöhte Anforderungen an die Produktion. Um diesen gerecht zu werden, hat Waasner nun eine Presse vom Typ Smartline EV 3.8 bei Schuler in Auftrag gegeben.

Weil die Geometrie der Elektrobleche zunehmend komplexer wird, um die Energieeffizienz der Motoren zu verbessern, steigt auch die Zahl der Stanzschritte – und damit die Dimension der Folgeverbundwerkzeuge. Um die Leistung der Motoren zu erhöhen, wächst gleichzeitig der Außendurchmesser der Elektrobleche. Die heutigen anspruchsvollen Stanzpaketierverfahren für dünne Bleche erfordern ebenfalls mehr Komplexität und Präzision im Werkzeug. Und nicht zuletzt werden die Bleche immer häufiger in zwei versetzten Spuren gestanzt, um Material einzusparen und die Produktivität zu steigern. Die Folge ist in allen Fällen gleich: Die Pressen benötigen einen größeren Werkzeugeinbauraum für die längeren und teilweise doppelt so schweren Folgeverbundwerkzeuge, bei gleichzeitig hoch anspruchsvollen Anforderungen an die Präzision, wie Waasner und Schuler mitteilen.

Arbeit auf hundertstel Millimeter genau

Aus diesem Grund verfüge die Smartline EV 3.8 über eine Ständeröffnung von 3,80 m und einen Pressentisch mit einer Länge von 3,70 m, auf den sich gerade solche Werkzeuge aufspannen lassen. Dank der spielfreien Stößelführung und der hohen Steifigkeit arbeitet die Presse auf hundertstel Millimeter genau, selbst bei mehreren hundert Hub pro Minute, wie es in einer Unternehmensmitteilung heißt. Die Präzision spiele beim Stanzpaketieren von Elektroblechen auch deshalb eine große Rolle, weil sie ebenfalls auf die Energieeffizienz einzahle. Die Smartline EV 3.8 verarbeitet dabei eine Blechdicke von gerade einmal 0,2 mm. Der Effekt: höhere Wirkungsgrade, niedrigere Wirbelstromverluste und ein reduzierter Strombedarf, wie es weiter heißt.

Schuler wird die Anlage voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 ausliefern, die weitere Anschaffung einer identischen Maschine ist bereits in Planung.

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