Handhebelpressen Pressen für kontrollierte kleine Kräfte

Redakteur: Annedore Munde

Mäder Pressen bringt eine neue Pressenreihe auf den Markt. Mit der Serie Micro-Press bietet der Hersteller pneumatische Pressen, die speziell für niedrige Druckkräfte und präzise Hubtiefen ausgelegt sind. Damit können Füge- und Formanwendungen durchgeführt werden, bei denen ein geringer Einpressdruck und immer exakt gleiche Hubtiefen notwendig sind.

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Mit der neuen Serie Micro-Press bietet Mäder pneumatische Pressen speziell für Füge- und Formanwendungen mit geringem Einpressdruck und immer exakt gleichen Hubtiefen. Bild: Mäder
Mit der neuen Serie Micro-Press bietet Mäder pneumatische Pressen speziell für Füge- und Formanwendungen mit geringem Einpressdruck und immer exakt gleichen Hubtiefen. Bild: Mäder
( Archiv: Vogel Business Media )

„Gerade wenn niedrige Druckkräfte und genaueste Hubtiefen gefordert sind, bringt eine manuelle Betätigung der Pressen oft Qualitätsprobleme“, erklärt Prokurist Michael Jakobi von Mäder Pressen. „Schließlich betätigen verschiedene Beschäftigte eine Handhebelpresse mit unterschiedlichen Kräften. Manchmal ist ein Vorgang bei ein und derselben Person sogar je nach Gemütszustand oder Ablenkung unterschiedlich“, ergänzt der Experte.

Bei Fertigungsprozessen in der Elektronik, der Elektrotechnik oder auch der Medizintechnik und Optoelektronik werden oft nur niedrigste Druckkräfte und genaueste Pressvorgänge gefordert, die stets gleich durchgeführt werden müssen, um die sichere Funktion des Produkts später zu gewährleisten.

Pressen bieten äußerst präzises Handling

Die jetzt vorgestellte Pressenserie Micro-Press umfasst derzeit sieben pneumatische Pressen für niedere Druckkräfte von 30 N bis 480 N. Dennoch verfügen die Pressen über einen sehr stabilen Pressenständer. Eingesetzt werden die Pressen überall dort, wo präzises Handling entscheidend ist: in der Medizintechnik, der Elektronikfertigung oder der Feinstmechanik. So werden zum Beispiel kleinste Bauteile eines Hörgerätes mit einer Micro-Press sicher montiert.

Die Pressen verfügen über eine dreistufige Hubvoreinstellung sowie eine Hubfeineinstellung mittels Gewindestift mit Festanschlag. Damit lässt sich ein Arbeitshub von 5 mm bis 60 mm abdecken. Die Arbeitshöhe beträgt 43 mm bis 208 mm bei einer Ausladung von 63 mm.

Der Stößel ist in Vierkantform gefertigt und somit verdrehsicher. Geführt wird er mit einer Präzisionsführung in Lineartechnik. Im Stößel vorbereitet ist eine ebenfalls verdrehsichere Werkzeugaufnahme, deren Gegenstück im Tisch wahlweise mittels T-Nut oder Tischbohrung fixiert werden kann.

Automatisierung und Prozesskontrolle für die Pressen optional

Für die Ansteuerung liefert der Hersteller eine elektro-pneumatische Zweihand-Steuerung, die wahlweise auch mit Schlüsselschalter zum Umschalten auf eine externe Ansteuerung erhältlich ist. Die Zweihand-Sicherheitssteuerung MPS-1 ist komplett redundant aufgebaut, zusammen mit den Pressen baumustergeprüft und entspricht den Sicherheitsanforderungen der Maschinenrichtlinie.

„Darüber hinaus haben Anwender natürlich die Möglichkeit, die Pressen zu automatisieren und in eine vorhandene SPS-Steuerung zu integrieren“, betont Jakobi. Die Pressen der Micro-Press-Serie lassen sich optional mit einer Prozesskontrolle versehen und in automatisierte Produktionslinien integrieren.

Zum Lieferumfang der Pressen-Basismodelle gehören ein elektro-pneumatisches Ventil, Not-Aus und Hubzähler sowie eine Wartungseinheit aus Druckminderer mit Manometer, Filter und Öler. Die einzelnen Pressen-Modelle sind geräuscharm ausgeführt, CE-konform und baumustergeprüft, heißt es weiter.

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