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Lasertechnik / Stanztechnik Prima kombiniert

Autor / Redakteur: Luca Meister / Luca Meister

Prima Power hat 15 Mio. Euro in ein neues Hauptquartier mit Demo- und Technologiezentrum investiert. Das Unternehmen hat Ende Mai im neu eröffneten Showroom in Collegno bei Turin seine ganze Bandbreite an Lösungen für die moderne Blechbearbeitung präsentiert.

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Bearbeitungsprozess auf einer Laser Next von Prima Power.
Bearbeitungsprozess auf einer Laser Next von Prima Power.
(Bild: Bild: Meister)

Vor etwas mehr als einem Jahr hat Prima Power einen neuen Produktionsstandort in China eröffnet. Nun zeigt der italienische Blechbearbeitungsspezialist erneut, dass das Lasern, Stanzen und Abkanten künftig von Bedeutung sein wird. Auf über 5000 m2 hat Prima Industrie, die Holding von Prima Power, ein neues Hauptquartier und Technologiezentrum eingeweiht, das ganz in der Nähe des alten Hauptstandortes erbaut worden ist. Insgesamt elf Maschinen inklusive einer Produktionslinie stehen in der neuen Halle, die ein umfassendes Bild der im Angebot stehenden Technologien des Unternehmens abgeben – vom Biegezentrum (Fast-Bend) für den Lohnfertiger bis zum Hightech-3D-Laser (Laser Next) für die Automobilindustrie.

Mit dem neuen Showroom soll einerseits dem wachsenden Bedarf an Gesamtapplikationen gerecht werden sowie andererseits die Kundenbetreuung optimiert werden. Das Zentrum soll dabei zu einem Hub für Anlässe und Aktivitäten sowohl für Kunden als auch Wissenschaftler, Partner und Gäste aus aller Welt werden. Der Lasertechnikspezialist verfügt nun also über einen neuen, prima kombinierten Hauptsitz.

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Selbstversorgend und mit lokalen Materialien

Ursprünglich war der Neubau bereits vor acht Jahren geplant, doch wegen der Krise im Jahr 2008 wurde das Projekt auf Eis gelegt. Trotzdem wurde damals, noch im gleichen Jahr, die finnische Finn-Power aufgekauft, gemäss Prima Power ein Schlüsseljahr in der Firmengeschichte. Anfang 2015 beschloss die Geschäftsleitung dann definitiv, das Projekt wieder aufzunehmen, worauf 8,5 Mio. Euro in das neue Gebäude investiert wurden (weitere 6,5 Mio. beträgt der Wert der ausgestellten Maschinen und Systeme). Der Umsatz der Firmengruppe betrug im letzten Jahr 365 Mio. Euro.

Das Gebäude selbst ist dank der Nutzung von Geothermie, Sonnenenergie und moderner Gebäudeautomation komplett selbstversorgend (nur die Maschinen im Ausstellungsbereich brauchen für die Demos zusätzlichen Strom). Multifunktionale Schulungs- und Präsentationsräume weisen eine Kapazität von bis zu 80 Personen auf. Außerdem sorgen eine Lounge, diverse Meetingräume und eine Bar für den angenehmen Aufenthalt. Gebaut wurde mit lokal hergestellten Materialien.

Aktuelles Maschinenportfolio

Der potenzielle Kunde kann sich nun in Collegno ein umfassendes Angebot an Maschinen, Systemen und Software präsentieren lassen. Zu den aktuellen Entwicklungen der letzten zwölf Monate gehören die bereits erwähnte Laser Next, die Laser Genius, ein hocheffizienter 2D-Laser mit Linearantrieben, einem Auslegerarm aus Carbonfaser und intelligenter Prozess-Sensorik, die Combi Genius, ein Stanz-Laser mit einer neuen Generation von servo-elektrischer Stanztechnologie und die BCe Smart, ein einfaches Biegezentrum, das Mitte Mai auf der Messe Lamiera in Bologna zum ersten Mal präsentiert wurde.

Prima Power hat ausblickend erwähnt, dass sich momentan eine brandneue Faserlaserquelle mit vier Kilowatt in der Testphase befinden würde, im nächsten Jahr soll bereits eine mit sechs Kilowatt erhältlich sein. Was die steigende Konkurrenz von Maschinenherstellern aus Schwellenländern betrifft, hebe man sich – mit den anderen westlichen Herstellern – technologisch immer noch ab. In Zukunft werde der Software jedoch eine grössere Rolle zugeschrieben werden. Ezio Basso, CEO bei Prima Power (und ehemaliger Software-Ingenieur), bestätigt das: „In Zukunft wird die Software den Unterschied ausmachen, wenn es um konkurrierende Unternehmen aus Ländern wie China oder der Türkei geht“

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