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Prima Power steigt in die additive Fertigung ein

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Anfang Oktober hat Prima Power den ersten Innovationstag am Hauptsitz in Collegno (Italien) veranstaltet. Über 160 Gäste aus 20 Ländern folgten der Einladung.

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Während des Innovationstages am Firmensitz von Prima Industrie und im Tech Center in Collegno (Italien) stellte die Gruppe die neuen laserbasierten, anwendungsorientierten Technologien für den Luft- und Raumfahrtsektor vor. Diese Lösungen werden den Anwendungsbereich der Prima Power Laserdyne-Produkte, insbesondere für das Schweißen, weiter vergrößern.
Während des Innovationstages am Firmensitz von Prima Industrie und im Tech Center in Collegno (Italien) stellte die Gruppe die neuen laserbasierten, anwendungsorientierten Technologien für den Luft- und Raumfahrtsektor vor. Diese Lösungen werden den Anwendungsbereich der Prima Power Laserdyne-Produkte, insbesondere für das Schweißen, weiter vergrößern.
(Bild: Pima Power)

Während der Veranstaltung wurden neue laserbasierte, anwendungsorientierte Technologien für die Luft- und Raumfahrt vorgestellt. Diese Lösungen werden den Anwendungsbereich der Laserdyne-Produkte von Prima Power insbesondere für das Schweißen weiter vergrößern, wie es in einer Unternehmensmitteilung heißt.

Außerdem führte die Gruppe auch ihre neue Marke „Prima Additive“ ein, die sich auf Komplettlösungen für das Metall-pulverbettbasierte Laserschmelzen und Technologien zum Pulverauftragsschweißen (Direct Metal Deposition) sowie auf Applikationsunterstützung und umfassende Dienstleistungen konzentriert. Die Eröffnung fand während des Innovationstages statt, der der laserbasierten bahnbrechenden Technologien für die Metallverarbeitung am Firmensitz und dem Tech Center in Collegno (TO) gewidmet war.

Prima Additive stößt als dritter Bereich zur Prima-Industrie-Gruppe, welche bereits Prima Power (Laser- und Blechbearbeitungsmaschinen) und Prima Electro (Laserquellen und Industrieelektronik) umfasst. Die Gruppe hat einen Umsatz von 450 Mio. Euro und beschäftigt weltweit über 1800 Mitarbeiter. Prima Industrie verügt über ein breites Produktportfolio mit 2D- und 3D- Lasersystemen, Stanz- und kombinierten Maschinen, Abkantpressen und Biegemaschinen sowie Automatisierungssystemen mit über 13.000 Installationen auf der ganzen Welt. Die Laser-Produktpalette macht über 35 % des Gesamtumsatzes aus, wobei mehr als 25% von 3D-Lasersystemen stammen, wie es weiter heißt.

Laser für die Materialbearbeitung

Mit der neuen Marke Prima Additive tritt Prima Industrie offiziell in den innovativen und schnell wachsenden Markt der additiven Fertigung für metallische Werkstücke ein, der im Jahr 2017 weltweit auf 7,3 Mrd. Dollar geschätzt wurde, mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 22 % in den letzten Jahren.

Das Ziel der neuen Abteilung Prima Additive ist die kontinuierliche Innovation im Bereich Laser für die Materialbearbeitung und ihr Hauptanliegen ist es, die Branche durch den Abbau von Eintrittshürden in die additive Fertigung zu fördern, wie das Unternehmen mitteilt. Prima Additive kann Kunden auch dabei unterstützen, ihren Prototyp in ihrem Application Center zu entwerfen und zu bauen, wie es heißt.

Die Produktpalette von Prima Additive wird beide additiven Fertigungstechnologien abdecken: pulverbettbasiertes Laserschmelzen (powder bed fusion, PBF) und Laserauftragsschweißen (direct metal deposition, DMD). Das Technologieprinzip des PBF-Prozesses ist die Schicht-für- Schicht-Herstellung: die Laserquelle erzeugt thermische Energie, die das Pulvermaterial schmilzt, das sich dann beim Abkühlen verfestigt. Schicht für Schicht wird das Werkstück erstellt. Diese Technologie wird hauptsächlich für Bauteile mit komplexen Geometrien angewendet wie beispielsweise in Luft- und Raumfahrt, Biomedizin, bei der Prototypherstellung, für Ersatzteile, in der Gießerei, im Motorsport und in der Fahrzeugindustrie im Allgemeinen, so Prima Power.

Das Technologieprinzip des DMD-Verfahrens basiert auf einer hohen Prozessgeschwindigkeit: die Laserquelle erzeugt thermische Energie, um das in den Brennpunkt des Laserstrahls gesprühte Pulvermetall zu schmelzen, so dass die Pulverschmelze auf das Bauteil aufgetragen wird. Dieser Prozess eignet sich besonders zum Hinzufügen von Bestandteilen zu bestehenden Werkstücken zur Anpassung, Beschichtung und Reparatur wie bei Öl und Gas, Werkzeugen und beim Gießen, heißt es weiter.

Revolutionäres Potenzial

Die neue Abteilung wird am Firmensitz der Prima Industrie ein in Bau befindliches neues Zuhause haben. Die Investition für diese Einrichtung beläuft sich laut Prima Power auf knapp 6 Mio. Euro und die Investitionen für innovative FuE- Aktivitäten wurden zu einem großen Teil im Rahmen nationaler und europäischer Forschungsprojekte getätigt.

Gianfranco Carbonato, Präsident der Prima Industrie Gruppe, kommentierte die Veranstaltung wie folgt: „Ich bin besonders stolz, den ersten Innovationstag vorzustellen und diese neue Marke zu präsentieren, da sie den Pioniergeist und das Vermächtnis zur Innovation unserer Gruppe stärkt. In den siebziger Jahren folgten wir unserer Vision und stiegen in den Markt für Lasermaschinen für Industrieanwendungen ein, der gerade erst begonnen hatte, und es war eine gewinnbringende Entscheidung. Heute erleben wir die Weiterentwicklung dieser neuen Anwendungen der Laser-Metall-Bearbeitung und ihres revolutionären Potenzials. Es ist ein faszinierendes neues Fertigungsparadigma, und wir sind bereit, unseren Kunden zu helfen, diese Geschäftsmöglichkeiten zu ergreifen.“

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