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Track-and-Trace Produktions- und Logistikketten wachsen zusammen

| Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Im Rahmen der Hannover-Messe 2015 zeigte Sick, wie die steigende Produktindividualisierung im Kontext von Industrie 4.0 realisiert werden kann. Als Beispiel diente die Herstellung eines Fahrzeugs, bei der das individualisierte Wunschauto durch den gesamten Produktionsprozess bis zur Auslieferung identifiziert werden kann.

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Die RFID-Technologie soll eine bobuste und unverwechselbare Identifikation direkt am Objekt ermöglichen.
Die RFID-Technologie soll eine bobuste und unverwechselbare Identifikation direkt am Objekt ermöglichen.
(Bild: Sick)

Die Sensorik erkennt dabei unmittelbar an der Karosserie und somit unverwechselbar, welche Montageschritte eingeleitet werden müssen, und gewährleistet durchgängige Transparenz bis zur Auslieferung. Verarbeitungsschritte am Objekt werden über wiederbeschreibbare RFID-Transponder aktualisiert. Lesesicherheit ist dabei ein Muss, denn bei Lesefehlern drohen Fehlleitungen, Verwechslungen oder Produktionsausfälle, so Sick. Zum Einsatz kommen hier vermehrt RFID-Datenträger, die an Komponenten verbaut oder auch unsichtbar in Teile integriert werden. Sie zeigen dem Unternehmen zufolge in der Praxis höchste Verfügbarkeit, zum Beispiel bei einer hohen Temperaturbelastung in der Lackierstraße, und lassen sich selbst dann sicher identifizieren, wenn sie mit Lack überzogen sind.

Losgröße 1 als Ziel

Weil der Variabilitätsgrad in den Produktionsstraßen der großen Automobilwerke immer weiter steigt und auf einer Fertigungslinie zunehmend mehr Varianten parallel gebaut werden, spielen Aspekte wie Transparenz und Rückverfolgbarkeit für Hersteller eine immer wichtigere Rolle. Vertikale Integration ist demzufolge laut Sick das Schlagwort für Track-and-Trace. Die Rückverfolgbarkeit von Produkten während komplexer Fertigungs- und Logistikprozesse steht hierbei im Vordergrund. Transparenter Materialfluss in der Produktion und Logistik ist erforderlich, damit Entscheidungen schneller getroffen werden können.

Fehler bei der Auslieferung vermeiden

Auch in der Auslieferung spielt der transparente Materialfluss basierend auf RFID eine entscheidende Rolle, erklärt Sick. Bis die fertig produzierten Autos abgeholt und zum Autohaus transportiert werden, stehen sie auf einem zentralen Parkplatz. Dabei ist es bei individuell bestellten Autos mit konventionellen Technologien nicht einfach, das richtige zu finden. Dank der gespeicherten Informationen auf dem RFID-Transponder kann das entsprechende Auto schnell ausgewählt und unverzüglich verladen werden.

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