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Prozessoptimierung

Produktionsprozesse visualisieren mit „Smart Visual“

| Redakteur: Gary Huck

Rüther Metalltechnik plant, künftig Digitalisierungsmaßnahmen umzusetzen. Einen Partner zur Prozessvisualisierung fand das Unternehmen im „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards“.

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Rüther Geschäftsführer Bernd Rosenbaum (Mitte) und sein Team möchten Produktionsprozesse im Unternehmen standardisiert visualisieren und dokumentieren.
Rüther Geschäftsführer Bernd Rosenbaum (Mitte) und sein Team möchten Produktionsprozesse im Unternehmen standardisiert visualisieren und dokumentieren.
(Bild: Mittelstand 4.0)

Zusammen mit Experten des Kompetenzzentrums erarbeiteten Mitarbeiter von Rüther das Umsetzungsprojekt „Smart Visual – Produktionsprozesse mit Beschäftigten standardisiert visualisieren“. Um die Visualisierung verständlich zu machen, wählte man exemplarisch den Kokillenguss als zu bearbeitende Kernkompetenz aus. Getestet wurde laut Kompetenzzentrum die „Turtle“- und die „Sipoc“-Methode, die die Projektteilnehmer dann mit dem Open-Source-Tool „Draw.io“ visualisierten . Beim Test der „Turtle“-Methode wären Mitarbeiter von Rüther bereits nach kurzer Zeit in der Lage gewesen, Arbeitsschritte und Einflussfaktoren des Kokillengusses selbstständig in einem Template abzubilden.

Mit der „Turtle“-Methode können Produktionsprozesse systematisch dargestellt werden.
Mit der „Turtle“-Methode können Produktionsprozesse systematisch dargestellt werden.
(Bild: Mittelstand 4.0)

Durch die Visualisierung eines Prozesses könnten alle Beteiligten schnell erkennen, ob Ressourcen zur Optimierung umverteilt werden sollen. Nach Angaben des Kompetenzzentrums gestaltete sich auch der Umgang mit der „Sipoc“-Methode als einfach. Sie biete hohe Flexibilität bei der Darstellung von Prozessschritten auf Teilprozessebene. Diese könnten so trennschärfer definiert und diskutiert werden. Wer Prozesse beschreiben, analysieren und optimieren möchte, wäre gut damit beraten, diejenigen zu involvieren, die die Prozesse täglich ausführen. Qualifizierte Mitarbeiter, denen Erfahrung bei der systematischen Prozessbeschreibung fehlt, könnten über Standard-Visualisierungstools die nötigen Kompetenzen dafür erwerben.

Orientierungswissen in betrieblichem Alltag umsetzen

Nach eigenen Angaben war es den Angestellten von Rüther schnell möglich, das während des Projekts erworbene Orientierungswissen im betrieblichen Alltag umzusetzen. Es sollen in Zukunft noch weitere Unternehmensprozesse standardisiert, transparent gemacht und hinsichtlich Effektivität sowie Effizienz bewertet werden.

„Wir fanden es unerlässlich, das Wissen unserer Mitarbeitenden für einen digital unterstützten Organisationsprozess zu nutzen“, sagt Bernd Rosenbaum, Geschäftsführer von Rüther Metalltechnik. „Dafür mussten wir nur die richtige Methode finden. Jetzt haben wir ein klares Bild über unsere Prozesse und unsere Mitarbeitenden haben sich fachlich und persönlich weiterentwickelt.“ Außerdem soll auf Grundlage der Kernprozessmodelierung ein Digitalisierungs-Lastenheft erstellt werden.

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