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EPC Engineering Consulting

Profitable Lösung für Deutschlands EPS-Abfallproblem

| Autor/ Redakteur: Christian Klaus und Desiree Brandhoff / Peter Königsreuther

Mehr als 2,1 Mio. Kubikmeter expandiertes Polystyrol (EPS) fallen jedes Jahr in Deutschland an, wie die Spezialisten von EPC Engineering Consulting betonen. Dieses Volumen entspreche mehr als vier Mal der Größe der Elbphilharmonie in Hamburg. Mit einem besonderen Verfahren namens Creasolv könnte dieser riesige Problemberg nun aber wirtschaftlich und effektiv abgebaggert gebracht werden.

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Expandierbares Polystyrol, kurz EPS, ist ein Werkstoff mit vielen guten Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten. Allerdings sorgt dieser Kunststoff in puncto Abfallproblematik für einigen Wirbel, wie EPC Engineering Consulting berichtet. Mit Partnern wurde desalb Creasolv entwickelt: eine besondere Recyclingtechnik, mit deren Hilfe die rund 2,1 Mio. Kubikmeter EPS-Abfall, die in Deutschlan jährlich anfallen, profitabel verwertet werden könnten.
Expandierbares Polystyrol, kurz EPS, ist ein Werkstoff mit vielen guten Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten. Allerdings sorgt dieser Kunststoff in puncto Abfallproblematik für einigen Wirbel, wie EPC Engineering Consulting berichtet. Mit Partnern wurde desalb Creasolv entwickelt: eine besondere Recyclingtechnik, mit deren Hilfe die rund 2,1 Mio. Kubikmeter EPS-Abfall, die in Deutschlan jährlich anfallen, profitabel verwertet werden könnten.
(Bild: EPC Engineering Consulting/Greacycle)

Die Problematik des Abfalls liegt jedoch nicht in der bloßen Masse, sondern vor allem in den Bestandteilen des Abfalls, wie etwa dem zugesetzten Flammschutzmitteln Hexabromcyclododecan (HBCD) begründet. Insbesondere HBCD gilt laut neuesten Einstufungen weltweit als persistenter organischer Schadstoff (POP) und muss am Ende seiner Verwendung rückstandsfrei zerstört werden. Dieser Fakt sorgt dafür, dass HBCD-haltige EPS-Abfälle bislang nur verbrannt wurden. Die beiden deutschen Unternehmen EPC Engineering Consulting GmbH und Creacycle GmbH haben gemeinsam mit dem renommierten Fraunhofer Institut (IVV Freising) eine Lösung für diese Problematik entwickelt: die Creasolv-Technologie.

In der Regel kein Problem...

Polystyrol ist der Grundstoff für zahlreiche Produkte und findet Verwendung in verschiedensten Anwendungsgebieten. Als sogenanntes EPS wird es häufig als Dämmstoff für Häuser oder auch als Verpackung für Lebensmittel oder Elektroartikel eingesetzt. Die Verwendung von Polystyrol ist im Alltag unproblematisch. Darüber hinaus hat das Material ein sehr geringes Gewicht, hervorragende Isoliereigenschaften und ist einfach zu bearbeiten.

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...doch dann geht's los...

Die großen Probleme treten erst bei der Entsorgung auf. Diese beginnen bereits beim Abtransport des Abfalls, der aufgrund der sehr niedrigen Schüttdichte ein großes Volumen aufweist und sehr kostenintensiv ist. Auf einen Sattelzug passen beispielsweise nur etwa 1,4 t unverpresstes EPS, im Vergleich zu den 25 t, die dieses Fahrzeug im Normalfall transportieren kann. Zudem mussten Polystyrol-Abfälle bislang in aufwändigen Verfahren vorsortiert werden, da nicht alle Produkte auf die gleiche Weise recycelt werden konnten. Das liegt vor allem an beigefügten chemischen Zusatzstoffen, wie dem Flammschutzmittel HBCD.

Drohender Entsorgungsnotstand

Dieses wurde 2013 während des Stockholmer Übereinkommens als POP eingestuft, da es sich im Körper von Lebewesen ablagern und dort Gesundheitsschäden hervorrufen kann. Abfälle die HBCD als Flammschutzmittel enthalten, konnten nur an besonderen, zertifizierten Verwertungsanlagen entsorgt werden, da dieses Additiv rückstandslos zerstört werden muss. Dies führte in Deutschland im vergangen Jahr zu Entsorgungsnotständen und damit steigenden Entsorgungskosten von bis zu 8000 Euro pro Tonne.

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