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Umweltschutz

Projekt soll Budgetansatz für Kunststoff-Emissionen ermitteln

| Redakteur: Rebecca Vogt

Plastikmüll wird für die Umwelt mehr und mehr zum Problem.
Plastikmüll wird für die Umwelt mehr und mehr zum Problem. (Bild: CC0 Creative Commons)

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In einem Verbundprojekt wollen Wissenschaftler bis 2020 die Frage klären, welche Menge an Kunststoff in Zukunft für die Umwelt noch erträglich ist. Die Erkenntnisse sollen als Grundlage für politische Entscheidungen dienen.

Kunststoff-Emissionen und Mikroplastiken, die zudem oft ungeregelt entsorgt werden, stellen ein wachsendes Problem der heutigen Konsum- und Wegwerfgesellschaft dar. Dabei drängt sich die Frage auf, welche Menge an Kunststoff für die Umwelt noch akzeptabel ist. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt „Entwicklung von Budgetansatz und LCA-Wirkungsabschätzungsmethodik für die Governance von Plastik in der Umwelt“ (Plastik-Budget) soll hierauf eine Antwort finden.

Bis 2020 soll das Projektteam ein wissenschaftlich begründetes Pro-Kopf-Budget vorschlagen und damit eine anschauliche Grundlage für künftige politische Entscheidungen liefern, heißt es. Projektpartner sind das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht) sowie das Kulturwissenschaftliche Institut (KWI) Essen.

Im Projekt sollen wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Quellen, Mengen und Wirkungen von Kunststoffen in der Umwelt aufgearbeitet und die Interessen relevanter Akteure zusammengeführt werden.

Emissionen und Einstellungen im Blick

Das Fraunhofer-Institut arbeitet an einer Wirkungsabschätzungsmethodik, mit der bilanzierbar werden soll, welche Folgen die freigesetzten Kunststoffmengen für die Umwelt haben. Die durch Produkte und Techniken verursachten Kunststoff-Emissionen sollen so im Rahmen von Lebenszyklusbetrachtungen bewertbar und vergleichbar werden, heißt es.

Wichtig für die Umsetzung solcher Maßnahmen sei gleichzeitig auch eine Kenntnis der heutigen gesellschaftlich etablierten Erzählungen zu Kunststoff und Kunststoffabfällen. Diese prägten unseren Umgang mit dem Werkstoff, stellten eine Basis für politische Entscheidungen dar und sensibilisierten Bürger wie wirtschaftliche Akteure für die Problematik.

Das KWI Essen prüft daher im Rahmen des Projekts, wie solche Erzählungen aussehen, ob sie sich im Realitätscheck bewähren und wie sie in eine wünschenswerte Zukunft fortgeschrieben werden können.

Plastik in der Umwelt als Forschungsschwerpunkt

Das Vorhaben ist Teil des Forschungsschwerpunkts „Plastik in der Umwelt“ des BMBF, in dem 18 Verbundprojekte mit rund 100 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden, Kommunen und Praxis grundlegende Fragen zur Produktion, Anwendung und Entsorgung von Kunststoffen klären wollen.

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