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ERP-Systeme

Prozesse optimieren mit digitaler Projektplanung

| Autor / Redakteur: Ulrike Fuchs / Robert Horn

AMT arbeitet vor allem für die Automotive-Industrie. Eine der wichtigsten Anforderungen an das neue ERP-System war der Umgang mit Seriennummern in der Abwicklung von Reparaturaufträgen.
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AMT arbeitet vor allem für die Automotive-Industrie. Eine der wichtigsten Anforderungen an das neue ERP-System war der Umgang mit Seriennummern in der Abwicklung von Reparaturaufträgen. (Bild: AMT)

Zwei Maschinenbauer, die in einer Holding eine zentrale IT-Abteilung nutzen, haben sukzessive ein ERP-System mit einheitlichen Schnittstellen implementiert. Individuelle Anforderungen werden bedient, schlanke Fertigungsprozesse sind die Folge.

Die beiden Maschinenbauer Alfing Kessler Sondermaschinen GmbH (AKS) und die Alfing Montagetechnik GmbH (AMT) arbeiten unter dem Dach einer Holding eng zusammen: Sie verfügen über eine gemeinsame technische und kaufmännische Geschäftsleitung und teilen sich auch einige zentrale Funktionsbereiche, zum Beispiel Finanzwesen, Personal, Einkauf sowie die IT. Zusammen beschäftigen AKS und AMT rund 500 Mitarbeiter. AKS setzt bereits seit 1996 ERP-Software der Berliner Psipenta Software Systems GmbH ein – zunächst das Produktionssteuerungssystem Piuss-O und seit 2004 dann den Nachfolger Psipenta.

„Wir waren stark gewachsen und wollten uns zudem strategisch stärker auf neue Märkte, vor allem in China, konzentrieren. Deshalb suchten wir 2003 nach einer stabilen, zukunftssicheren Basis für unsere weitere Entwicklung“, erinnert sich Dietmar Wieber, Leiter der zentralen IT-Abteilung für AKS und AMT. Weil die Alfing-Gesellschaften gemeinsam ein SAP-System für Finanzbuchhaltung, Controlling und die Lohn- und Gehaltsabrechnung nutzen, kam SAP in die engere Wahl, daneben auch Psipenta. Den Zuschlag erhielt Psipenta.

Am Endtermin darf nicht gerüttelt werden

„Wir wickeln unsere Fertigung über Stücklistendisposition ab und das wird von Psipenta am besten unterstützt“, begründet Wieber die Entscheidung. „Vor allem aber arbeitet AKS meist an großen Aufträgen mit langen Laufzeiten von neun bis zwölf Monaten. Um schon in der Angebots- und Planungsphase Lieferzeiten und benötigte Kapazitäten zuverlässig abschätzen zu können, ist eine leistungsfähige Projektplanung unabdingbar. Der zugesagte Endtermin ist uns beim Projektgeschäft heilig.“ Das Projektmanagementwerkzeug PSI Professional übernimmt alle notwendigen Auftragsdaten direkt aus Psipenta und sagt per Simulation Laufzeiten, Ressourceneinsatz und notwendige Fremdvergaben für ein Projekt voraus.

Einige Jahre später konnte Psipenta den Systemvergleich mit SAP ein zweites Mal für sich entscheiden: Alfing Montagetechnik hatte 2007 den Entschluss gefasst, sein veraltetes ERP-System ebenfalls abzulösen. „Eine wichtige Anforderung von AMT ist zum Beispiel die Abwicklung von Reparaturaufträgen“, erklärt Wieber. „Dafür ist es wichtig, dass das ERP-System mit Seriennummern umgehen kann. Wenn etwa der Wareneingang unangekündigt eine Kiste mit Teilen und der Bitte um Reparatur erhält, sehen wir über diese Nummer, um welche Art Teil es sich handelt und in welcher Anlage bei welchem Kunden es verbaut war. Außerdem wird bei der Eingabe der Seriennummer gleich automatisch ein Reparaturauftrag angelegt. Die Reparaturabteilung liefert die nötigen Infos für einen Kostenvoranschlag, den der Kunde annehmen kann oder nicht. Gleichzeitig erhalten wir über die Seriennummer eine Reparaturhistorie, die wir gezielt auswerten können, um unsere Produkte zu verbessern.“

Zwei Unternehmen, eine Lösung

Psipenta ist bei beiden Unternehmen als separates System installiert. Wenn Leistungen von der jeweiligen Schwesterfirma bezogen werden, wird das über Bestellungen abgebildet. Mit dem SAP-System, das die administrativen Geschäftsprozesse steuert, tauscht die Software automatisiert Daten etwa zu Materialbewegungen oder Rechnungen aus. „Die vollautomatische Schnittstelle zu SAP läuft seit 1996 absolut zuverlässig“, sagt Dietmar Wieber zufrieden. Auch die Lagerverwaltung konnte dank Psipenta optimiert werden, weil damit jetzt keine separate Lagerverwaltungssoftware mehr benötigt wird. Das ERP-System behält den Überblick über Aufträge und Stücklisten einerseits sowie Teile, Mengen und Lagerorte andererseits – der Mitarbeiter im Lager kann mit einem Mausklick in Psipenta die Umlaufregale oder Shuttles in Gang setzen.

Die Psipenta-Installationen in Wasseralfingen werden Schritt für Schritt weiter ausgebaut: Seit Mai 2015 hat die AKS auch den Psipenta-Leitstand im Einsatz. „Täglich werden etwa 6000 Fertigungsarbeitsgänge neu eingeplant“, erklärt IT-Leiter Wieber. „Der Leitstand hilft, bei ihrer Abarbeitung die optimale Reihenfolge zu finden, Engpässe frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf Fertigungsaufträge flexibler umzuplanen.“

Psipenta auf der Fachmesse IT & Business

Vom 29. September bis 1. Oktober findet in Stuttgart die Fachmesse für digitale Prozesse und Lösungen statt. Auch Softwarehersteller Psipenta wird dort vertreten sein. Mehr Informationen zur IT & Business erfahren Sie hier, Tickets gibt es hier zu kaufen oder bei uns zu gewinnen.

* Ulrike Fuchs ist Marketing-Communications-Referentin bei der Psipenta Software Systems GmbH in Berlin, Tel. (0 30) 30 28 01-20 29, ufuchs@psipenta.de

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