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Prozessleitsystem erlaubt Anlagenautomatisierung und Fernwirken in einem System

| Redakteur: Alexander Strutzke

Das Prozessleitsystem Simatic PCS 7 hat Siemens um Fernwirk-Funktionen erweitert. Simatic PCS 7 Tele-Control verbindet entfernte Außenstationen über ein Fernwirkprotokoll mit dem zentralen Leitsystem.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Bei Bedienphilosophie und Alarmierungsverhalten besteht für den Anlagenbetreiber kein Unterschied zwischen lokaler oder entfernter Station. Der Anwendungsbereich des integrierten, universell einsetzbaren Fernwirksystems reicht von der Öl- und Gas-Industrie bis zur Branche Wasser/Abwasser.

Simatic PCS 7 Tele-Control integriert verteilte Außenstationen und zentrales Leitsystem zu einer homogenen Gesamtlösung. Damit sollen sich bezüglich Bedienung und Alarmierung durchgängige Anwendungen erstellen und Risiken von Bedienfehlern sowie Projektierungs- und Wartungskosten verringern lassen. In größeren Anlagen erhöht ein redundanter Aufbau die Anlagenverfügbarkeit, wobei zum Beispiel redundante Server ihre Prozesswerte, Kurven und Alarmzustände untereinander abgleichen.

Prozessleitsystem kommuniziert zunehmend über DSL oder GPRS

Die Kommunikation zu den Außenstationen erfolgt über Standleitungen, Wählverbindungen oder Funksysteme, in neueren Anlagen zunehmend via TCP/IP-basierten Techniken, etwa per DSL oder GPRS. Das System unterstützt die Protokolle Sinaut ST7 und Modbus sowohl über serielle als auch über TCP/IP-gestützte Kommunikationsverbindungen.

Die Weiterverarbeitung und Archivierung der von den Außenstationen empfangenen und mit Zeitstempel versehenen Rohdaten erfolgen im zentralen Server. Dazu stehen Bausteine für das Standardleitsystem Simatic PCS 7 bereit. Die Bedienerführung und Störmeldehierarchie sowie Symbole und Faceplates entsprechen denen von Simatic PCS 7 und bieten dem Anwender seine gewohnte Prozessleitsystem-Umgebung.

Prozessleitsystem auch bei langsamen Übertragungsstrecken einsetzbar

Das Fernwirkprotokoll Sinaut ST7 ist nach Herstellerangaben robust ausgelegt und auch bei langsamen oder empfindlichen Übertragungsstrecken einsetzbar. Zum Beispiel werden Daten in den Außenstationen gepuffert, um Störungen oder sporadische Verbindungsausfälle etwa in Funknetzen ohne Verlust wichtiger Daten zu überbrücken.

Die vielfältigen Anwendungsgebiete von Simatic PCS 7 Tele-Control reichen von der Öl- und Gas-Industrie, zum Beispiel mit Kompressor-, Druckreduzier-, Übergabe- und Messstationen in Gasnetzen genauso wie für Pump- und Schieberstationen von Ölpipelines, bis zur Branche Wasser/Abwasser. Dort löst das Prozessleitsystem Fernwirkaufgaben für Brunnen-, Pump- und Schieberstationen in Wasserversorgungsnetzen oder auch für Regenüberlaufbecken und Hebewerken in Abwassernetzen.

Siemens AG Industry, Halle 9, Stand A72

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