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Engel auf der Plast 2018

Prozessstabile Elastomerverarbeitung per Spritzgießmaschine

| Redakteur: Peter Königsreuther

Während der Plast 2018 in Mailand produziert der Spritzgießmaschinenhersteller Engel auf einer „victory 160 combi“ diese Koppelkissen für Regensensoren. Möglich mache das der holmlose und damit barrierefreie Aufbau der Schließeinheit. Engel präsentiert sich, wie es heißt, in den Hallen 11 und 24.
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Während der Plast 2018 in Mailand produziert der Spritzgießmaschinenhersteller Engel auf einer „victory 160 combi“ diese Koppelkissen für Regensensoren. Möglich mache das der holmlose und damit barrierefreie Aufbau der Schließeinheit. Engel präsentiert sich, wie es heißt, in den Hallen 11 und 24. (Bild: Engel)

Auf der Plast 2018, die vom 29. Mai bis 1. Juni in Mailand stattfindet, präsentiert Engel unter anderem seine Kompetenz für die Elastomerindustrie. Sowohl für Einkomponenten- als auch Mehrkomponentenanwendungen.

Die automatisierte und nacharbeitsfreie Verarbeitung ist die Voraussetzung, um Hightech-Produkte aus Elastomeren wirtschaftlich zu produzieren, sagt Engel. Mit zwei Anwendungen, eine am eigenen Messestand in Halle 24 und eine andere am Stand des Partners Mesgo in der Rubber-Halle 11, verdeutliche man die vielfältigen Möglichkeiten der Spritzgießmaschinen und Systemlösungen für Elastomeranwendungen im Hinblick auf die Branchen Automotive, Teletronics, Technical Moulding und Medical.

Barrierefreie LSR-Verarbeitung

In vielen Anwendungen ermöglicht erst der sogenannte integrierte Mehrkomponentenprozess, um Thermoplast und Elastomer prozess- und lagesicher miteinander zu verbinden, wie Engel erklärt. Ein Beispiel dafür seien sogenannte Koppelkissen aus PBT und LSR, die in Regensensoren zur Befestigung an der Windschutzscheibe dienen. Mithilfe des Engel-combimelt-Prozesses werden diese anspruchsvollen Zweikomponententeile am Stand, heißt es, auf einer holmlosen Spritzgießmaschine des Typs victory 200H/200L/160 combi samt integriertem Engel-viper-40-Linearroboter live gefertigt. Das 4+4-fach-Werkzeug für die parallele Verarbeitung von PBT und LSR stamme von Rico aus Thalheim in Österreich.

Das elektrische LSR-Dosiersystem gilt als eine Neuentwicklung von Dopag aus Cham in der Schweiz und das LSR-Mateiral für diese Anwendung sei ein Produkt von Wacker aus Deutschland.

Erfolgreiches Ausschussvermeidungssystem

Die Herstellung der Zweikomponentenbauteile schöpfe das Effizienzpotenzial der holmlosen Schließeinheit der victory-Maschine optimal aus. Die Holmlostechnik ermöglicht es, auch große, komplexe Mehrkomponentenwerkzeuge auf vergleichsweise kleinen Maschinen zu montieren, präzisiert Engel. Ein zweiter Effizienzfaktor sei die Automatisierung: Der Linearroboter könne ohne Störkantenumfahrung direkt von der Seite aus die Kavitäten erreichen und dort sicher agieren. Drittens leistet die sehr hohe Prozessstabilität, welche die holmlose Schließeinheit konstruktiv sicherstellt, wie Engel erklärt, einen wesentlichen Beitrag zu einer relativ hohen Gesamteffizienz. Der patentierte Force-Divider sorge dafür, dass die bewegliche Aufspannplatte während des Schließkraftaufbaus dem Werkzeug exakt folge und die Schließkraft gleichmäßig über die Aufspannfläche verteilt werde. So werden sowohl die außen- als auch die innenliegenden Kavitäten mit genau gleicher Kraft zugehalten, was den Werkzeugverschleiß reduziert und die Produktqualität steigert, heißt es.

Um selbst bei Schwankungen in den Umgebungsbedingungen und in der Rohmaterialcharge einen konstanten Prozess und eine durchgehend hohe Teilequalität sicherzustellen, komme auch noch das Sytem „iQ weight control“ zum Einsatz. Das als intelligent bezeichnete Assistenzsystem aus dem inject-4.0-Programm des Ausstellers passe für jeden Schuss sowohl das Einspritzprofil als auch den Umschaltpunkt und das Nachdruckprofil einzeln an die jeweiligen Bedingungen an, und gleiche damit äußere Einflüsse aus, bevor auch nur ein Ausschussteil produziert werde.

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