PSI investiert im ersten Halbjahr mehr in Industrie 4.0 und Export

30.07.2013

Auftragseingang mit 109 Millionen Euro 24 % höher als der Umsatz Konzernumsatz steigt um 2 % auf 87,7 Millionen Euro EBIT durch Entwicklungsaufwände 31 % unter Vorjahr bei 3,5 Millionen Euro Berlin, 30. Juli 2013 – Der PSI-Konzern hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2013 um ...

  • Auftragseingang mit 109 Millionen Euro 24 % höher als der Umsatz
  • Konzernumsatz steigt um 2 % auf 87,7 Millionen Euro
  • EBIT durch Entwicklungsaufwände 31 % unter Vorjahr bei 3,5 Millionen Euro

Berlin, 30. Juli 2013 – Der PSI-Konzern hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2013 um 2 % auf 87,7 Millionen Euro gesteigert (30.06.2012: 85,7 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis (EBIT) lag mit 3,5 Millionen Euro 31 % unter dem Vorjahreswert (30.06.2012: 5,1 Millionen Euro), das Konzernergebnis verringerte sich unter anderem durch höhere latente Steuern auf 1,7 Millionen Euro (30.06.2012: 4,1 Millionen Euro). Der Auftragseingang lag mit 109 Millionen Euro 4 % unter dem Vorjahreswert (30.06.2012: 114 Millionen Euro), der Auftragsbestand am 30. Juni verringerte sich auf 137 Millionen Euro (30.06.2012: 142 Millionen Euro). Im Vorjahr waren im Auftragseingang des zweiten Quartals zwei wichtige Export-Großaufträge mit einem Gesamtvolumen von 10 Millionen Euro und einem Lizenzanteil von über 2 Millionen Euro enthalten.

Das Segment Energiemanagement (Gas, Öl, Elektrizität, Wärme, Energiehandel) erzielte im ersten Halbjahr einen 3 % geringeren Umsatz von 29,7 Millionen Euro (30.06.2012: 30,7 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis des Segments lag mit 0,6 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahresergebnis (30.06.2012: 1,7 Millionen Euro). Der Bereich Gas und Öl setzte die sehr gute Entwicklung fort, der Bereich Energiehandelssysteme verbesserte sein Ergebnis. Der Bereich Elektrische Energie investierte sehr stark in Mehrsprachigkeit, die Unterstützung asiatischer Zeichensätze, Mandantenfähigkeit, Spannungsstabilitätsoptimierung und weitere für den Export nach Asien wichtige Sonderfunktionen. Damit soll die Abhängigkeit vom deutschen Markt verringert werden, der noch immer durch den Energiewende-Attentismus geprägt ist.

Der Umsatz im Segment Produktionsmanagement (Rohstoffe, Industrie, Logistik) lag in den ersten sechs Monaten mit 43,2 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert (30.06.2012: 43,7 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis ging um 37 % auf 1,9 Millionen Euro zurück (30.06.2012: 3,0 Millionen Euro). Die Bereiche Metall- und Fertigungsindustrie setzten ihre gute Entwicklung fort. In der Metallindustrie profitierte PSI mit Aufträgen aus Nordamerika von den durch Schiefergas stark gesenkten Energiepreisen, die in den USA zu erheblichen Investitionen in die Stahl- und Aluminiumindustrie führen. Belastet wurde das Segment durch die deutlich über Plan verlaufenden Investitionen in Software für die Optimierung und Steuerung großer Logistiknetze und in einen funktionsfähigen Prototyp für hochflexible, grafisch modellierte Geschäftsprozess- und Fertigungsflusssteuerung, die von wesentlicher Bedeutung für die Umsetzung des Industrie 4.0-Konzeptes ist. PSI ist an mehreren Forschungsprojekten der Initiative Industrie 4.0 der deutschen Bundesregierung maßgeblich beteiligt.

Im Infrastrukturmanagement (Verkehr und Sicherheit) wurde der Umsatz um 31 % auf 14,8 Millionen Euro gesteigert (30.06.2012: 11,2 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis des Segments stieg deutlich auf 1,7 Millionen Euro (30.06.2012: 1,1 Millionen Euro). Besonders positiv entwickelte sich erneut das Geschäft in Südostasien und Polen.

Die Mitarbeiterzahl des Konzerns erhöhte sich zum 30.06.2013 durch die Kapazitätsausweitung in den Exportmärkten auf 1.667 (30.06.2012: 1.552). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich um 61 % auf –1,6 Millionen Euro (30.06.2012: –4,1 Millionen Euro). Die liquiden Mittel verringerten sich unter anderem durch die Rückzahlung eines kurzfristigen Darlehens und die um 0,8 Millionen Euro höhere Dividendenausschüttung auf 23,9 Millionen Euro (30.06.2012: 25,8 Millionen Euro).

PSI wird im dritten Quartal weitere Entwicklungsanstrengungen unternehmen, die im vierten Quartal außergewöhnlich viele attraktive Auftragschancen in Nordamerika und Asien eröffnen. Wie auf der Hauptversammlung berichtet, sieht PSI 2013 als ein Übergangsjahr mit starken Technikinvestitionen, einem Wechsel in der kaufmännischen Führung und der Einführung eines neuen Finanzbuchhaltungs- und Verwaltungssystems. Eine Konkretisierung der Jahreserwartungen wird im Verlauf des vierten Quartals im Zusammenhang mit dem Erhalt der angestrebten Großaufträge erfolgen.

Die PSI AG entwickelt und integriert auf der Basis eigener Softwareprodukte komplette Lösungen für Energiemanagement (Gas, Öl, Elektrizität, Wärme, Energiehandel), Produktionsmanagement (Rohstoffgewinnung, Metallerzeugung, Automotive, Maschinenbau, Logistik) und Infrastrukturmanagement für Verkehr und Sicherheit. PSI wurde 1969 gegründet und beschäftigt weltweit mehr als 1.600 Mitarbeiter.