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Krauss-Maffei auf der JEC World 2018

Pultrudierte Impulse und produktive Compositeverarbeitung

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Composites mit Thermoplast-Matrix gut in Form

Das von Krauss-Maffei entwickelte Fiberform-Verfahren habe sich erfolgreich in der großserientauglichen Fertigung etabliert. Fiberform ist der Name für das Thermoformen und Hinterspritzen von Organoblechen, also plattenförmigen Halbzeugen mit Endlosfasern aus Glas, Carbon oder Aramid, die in eine thermoplastische Matrix, etwa aus Polyamid (PA) oder Polypropylen (PP) eingebettet sind, so Krauss-Maffei. Im Prozess würden diese Halbzeuge zunächst aufgeheizt, im Spritzgießwerkzeug umgeformt und anschließend mit faserverstärktem Polymer hinterspritzt. Dank des automatisierten Prozesses seien kurze Zykluszeiten von unter 60 s möglich – das mache das Ganze großserientauglich. Der gesamte Produktionsablauf einschließlich der Regelung der Infrarot-Heiztechnik für die Organobleche ist laut Hersteller in die Maschinensteuerung MC6 integriert. So könne man die Anlage leichter bedienen.

„Der thermoplastische Leichtbau ist für uns ein wichtiges Geschäftsfeld, das sich stetig weiterentwickelt. Daher erweitern und optimieren wir unsere Automationslösungen kontinuierlich, um unseren Kunden bestmögliche Leistungen zu bieten. Gerade hinsichtlich der Infrarot-Heizstation konnten wir mit der Standardisierung die Erkenntnisse der vergangenen Jahre bündeln“, ergänzt Dr. Mesut Cetin, Produkt- und Projektmanager Leichtbau bei der Krauss-Maffei Automation. Derzeit werde zum Beispiel auch der Einsatz neuer Matrixmaterialien und von Naturfasern in den Organoblechen erprobt. Viel Potenzial sehen die Münchener Experte für Anwendungen im Automotivebereich, zum Beispiel für Türmodulträger, aber auch für andere Industrien, wie die Sportartikel- oder Verpackungsbranche.

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