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IT-Sicherheit-Wettbewerb

Putzroboter hacken und Kühlschrank verteidigen beim IT-Sicherheit-Wettbewerb

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Beim diesjährigen ruCTF-Wettbewerb lieferten sich rund 150 Teilnehmer einen Kampf um Sicherheitslücken und gegen die Zeit.
Beim diesjährigen ruCTF-Wettbewerb lieferten sich rund 150 Teilnehmer einen Kampf um Sicherheitslücken und gegen die Zeit. (Bild: ruCTF 2016)

Informatikstudenten der Universität des Saarlandes haben während des IT-Sicherheit-Wettbewerbs „ruCTF“ im russischen Jekaterinburg eindrucksvoll ein intelligentes Haus verteidigt und andere Häuser angegriffen. Die Herausforderung liegt darin, in kürzester Zeit und schneller als andere eine Lösung zu finden.

Mehrmals im Jahr treffen sich Informatikstudenten aus aller Welt im Netz oder an einem realen Ort, um in einem mehrstündigen Wettkampf die Mannschaft zu ermitteln, die Sicherheitslücken am schnellsten findet und nicht nur ausnutzen, sondern auch schließen kann. Dieses Mal veranstaltete die Ural Federal University den IT-Sicherheitswettbewerb „ruCTF“ am 17. April. Er begann um 9 Uhr morgens im Jelzin-Zentrum der Industrie-Stadt im russischen Uralgebirge. Dort mussten die 21 Teams aus Russland, Italien, Ungarn und Deutschland in nur neun Stunden diverse Dienste und Geräte eines komplett vernetzen Haushaltes auf Sicherheitslücken überprüfen, diese als Verteidiger schließen und zum Angriff gegen die übrigen Teams nutzen. Dazu hatten sie am Morgen ihr eigenes „intelligentes Haus“ virtuell auf einem Laptop überreicht bekommen, der dann in einem Netzwerk arbeitete, in dem alle Mannschaften angreifen konnten.

Challenge: In kürzester Zeit und schneller als andere eine Lösung finden

Den Start in Russland hatten sich die Saarbrücker Informatikstudenten bereits im November des vergangenen Jahres erkämpft. In einem internationalen, im Internet ausgetragenen Turnier hatten sie 137 Teams hinter sich gelassen und den dritten Platz belegt.

„Im Prinzip ist es wie eine Sportart. Die Herausforderung liegt darin, in kürzester Zeit und schneller als andere eine Lösung zu finden – für einen Angriff und die entsprechende Abwehrmaßnahme“, erklärt Oliver Schranz, Doktorand am Saarbrücker Center für IT-Sicherheit, Privacy and Accountability (CISPA).

Den Spaßfaktor erhöhe auch die Tatsache, dass man das Wissen aus der Vorlesung praktisch anwenden könne, so Schranz. Die Mannschaft der Saarbrücker Informatikstudenten nennt sich „saarsec“. Der wesentlich kleinere Kader für Russland bestand aus Schranz, Jonas Bushart, Pascal Berrang, Johannes Krupp, Markus Bauer, Frederik Möllers und Jonas Cirotzki. Dennoch waren in der siebenköpfigen Mannschaft alle Ausbildungsniveau vertreten, abgefangen von Drittsemester der Informatik bis hin zu vier Doktoranden. „Auf diese Weise haben wir in unserer Mannschaft Spezialisten für unterschiedliche Gebiete, angefangen bei der Heimautomation über Angriffsprogramme bis hin zu der Kunst des Ver- und Entschlüsselns“, erklärt Schranz.

Inhalt des Artikels:

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  • Seite 2: Um die Ecke denken

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