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Kistler auf der Motek 2017

Qualitätssicherung: von der Schraubtechnikprüfung bis zur Drehmomentsensorik

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Die Kistler-Gruppe zeigt die gesamte Bandbreite ihrer Lösungen zur integrierten Qualitätssicherung: elektromechanische Fügesysteme, eine mobile Schraubtechnikprüfung sowie ihr Portfolio an piezoelektrischer Kraft- und Drehmomentsensorik.

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Kistler stellt auf der Motek 2017 den Charge Amplifiere 5074A vor.
Kistler stellt auf der Motek 2017 den Charge Amplifiere 5074A vor.
(Bild: Kistler)

Für Einpressvorgänge, die Bauteile kraft- und formschlüssig miteinander verbinden, bietet Kistler ein Portfolio von sieben elektromechanischen Fügesystemen, die verschiedene Kraft- und Wegbereiche abdecken. Am Messestand auf der Motek sind die Systeme NCFE und NCFR zu sehen: Während NCFE eine besonders wirtschaftliche Lösung für einfache Fügevorgänge im Kraftbereich von 10 bis 80 kN liefert, sei NCFR ein System mit Hohlwellenmotoren für anspruchsvolle Applikationen, wenn es darum geht, zusätzlich zum Einpressvorgang eine Drehbewegung zu realisieren.

Ebenfalls am Stand zu erleben ist Kistlers Nachrüstsystem für Hand- und Pneumatikpressen. Auch solche noch an vielen manuellen Arbeitsstationen eingesetzten Geräte könne man mit dem Retrofitpaket ins I4.0-Zeitalter holen: Mittels piezoelektrischem Kraftsensor und der zugehörigen Auswerteeinheit Maxymos BL sei eine zerstörungsfreie Qualitätskontrolle bereits im Prozess möglich. Der Press-Force-Sensor sei bereits vorgespannt, direkt messbereit und kalibriert; er soll nicht verschleißen und eine hohe Überlastsicherheit bei einem weiten Kraftmessbereich von 0 bis 60 kN bieten.

Kraft-(Weg)-Monitoring für das digitale Zeitalter

Mit den Auswertesystemen der Marke Maxymos sollen sich quasistatische und hochdynamische Kraftvorgänge an Maschinen und Anlagen nahezu beliebig erfassen und überwachen lassen. In Kombination mit Kistlers piezoelektrischen Sensoren werde eine besonders robuste und präzise Messung von Prozess- und Qualitätsdaten erreicht – auch unter schwierigen Umgebungsbedingungen, in beengten Bauräumen und bei sehr kleinen Kräften.

Mit Maxymos 1.5 bringe Kistler zur Motek ein Update, das Prozessoptimierungen vereinfache und die Maschinenverfügbarkeit weiter steigere: Der Anwender habe durch den Import von CSV-Dateien nun die Möglichkeit, das System offline zu parametrieren, und die verzehnfachte Speichergröße für bis zu 5000 Messkurven sichere den optimalen Betrieb der Anlage auch bei Ausfall des Datennetzes über längere Zeit. Außerdem lasse sich mit Maxymos 1.5 ein Handscanner implementieren, der per Identifizierung über Barcode eine automatische Anpassung an das zu fertigende Produkt ermögliche.

Schraubverbindungen flexibel prüfen und Werkzeuge kalibrieren

Mit den mobilen Prüfsystemen Inspectpro und Combitest von Schatz möchte Kistler Herstellern flexible Systeme zur effizienten Kontrolle und Qualitätssicherung von Schraubverbindungen bietet: Während das tragbare Prüfgerät Inspectpro – zur Motek 2017 erstmals mit Datenübertragung über Funk – die komfortable Prüfung von Drehmoment und Drehwinkel bei Schraubverbindungen ermöglicht, lassen sich mit dem fahrbaren Combitest Drehmomentwerkzeuge kalibrieren und zertifizieren sowie automatisierte Schraubsysteme auf ihre Prozessfähigkeit prüfen, heißt es. Beide Lösungen von Schatz sind laut Kistler auf Normkonformität ausgerichtet, sollen umfassende Möglichkeiten zur Datenverwaltung, Vernetzung und Analyse bieten und die Schraubtechnik auf das Niveau von Industrie 4.0 heben.

Digital ist besser: messtechnische Innovation auf der Motek

Rechtzeitig zur Weltleitmesse wird Kistler den ersten digitalen Ladungsverstärker vorstellen – ein Durchbruch in der industriellen Messtechnik: Mit seiner Hilfe können Maschinen- und Anlagenbauer zum ersten Mal beliebige piezoelektrische Sensoren in ihre Ethernet-Umgebung einbinden und damit Einstellungen direkt über die Steuerung vornehmen. Der digitale Ladungsverstärker namens Carge Amplifier 5074A soll eine Vielzahl von Messfunktionen bieten und mit den drei wichtigsten Ethernet-Standards kompatibel sein – ganz im Sinne der durchgängigen Digitalisierung für Industrie 4.0.

Weitere Informationen: Kistler auf der Motek 2017: Halle 4, Stand 4508

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