Fabcon 3.D 2013 Rapidtech reagiert auf das Massenphänomen 3D-Druck

Redakteur: Stefanie Michel

Auf dem Messegelände der Messe Erfurt feiert am 14. und 15. Mai die Fabcon 3.D ihre Premiere. Als Schwester der parallel stattfindenden Kongressmesse Rapidtech widmet sich die neue 3D-Druck-Veranstaltung einer Technologie, die nach der industriellen Produktion jetzt auch den Alltag revolutionieren wird.

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Parallel zur Kongressmesse Rapidtech wird 2013 erstmals die Fabcon 3.D stattfinden.
Parallel zur Kongressmesse Rapidtech wird 2013 erstmals die Fabcon 3.D stattfinden.
(Bild: Messe Erfurt)

„Die Auswirkungen der 3-D-Druck-Revolution werden größer sein, als die Erfindung des Internets,“ schätzt der US-amerikanische IT-Guru und Ex-Chefredakteur des Kultmagazins „Wired“, Chris Anderson. Die Messe Erfurt steigt also in einen Milliarden-Markt ein. Experten schätzen, dass sich aus der Nischentechnologie mittlerweile ein weltweiter Markt mit einem Volumen von etwa 1,2 Mrd. Dollar entwickelt hat. Die Beratungsfirma Wohlers Associates prognostiziert für das Jahr 2016 branchenweit ein Umsatzwachstum auf 3,1 und für 2020 sogar auf 5,2 Mrd. Dollar.

Schon in naher Zukunft, so die Prognosen, soll sowohl der Hobbyanwender als auch Vertreter kreativer Berufe zum Beispiel Modelle, Ersatzteile, Lebensmittel oder Mode auf digitalem Wege selbst herstellen. Möglich machen es die so genannten Fabber („Digital Fabricator“), die aus computergespeicherten Daten materielle, dreidimensionale Gegenstände erzeugen können. 2020 könnte in jedem zehnten deutschen Haushalt ein solcher 3-D-Drucker stehen.

Messedoppel vereint industrielle und private Nutzung von 3D-Druck

Messechef Wieland Kniffka sieht hier große Potenziale für eine Veranstaltung mit internationalem Anspruch: „Während sich unsere Rapidtech mit der industriellen Nutzung dieser Technologie befasst, richtet sich die Fabcon 3.D gezielt an private Anwender und Interessenten. Wir sind damit der einzige Standort, der beide Bereiche umfassend abdeckt.“

Die neue Messe richtet sich ausstellerseitig vor allem an Anbieter von Produkten und Dienstleistungen, die primär für den Privat- beziehungsweise semiprofessionellen Bereich bestimmt sind – also Anbieter von 3D-Druckern, Betreiber von so genannten Fablabs und Hackerspaces sowie 3D-Druck-Dienstleister, die nach Einsendung der Daten den Druck übernehmen.

Als Besucher werden angesprochen: Fachlich interessierte Endverbraucher, Fachbesucher, die die Anschaffung eines 3D-Druckers plane sowie der Bildungssektor. Ein umfangreiches Vortragsangebot richtet sich sowohl an Profianwender als auch an Hobby-Fabber. Themenschwerpunkte sind unter anderem:

  • Umwandlung von Entwürfen in druckfähige Daten,
  • Fertigung von 3D-Objekten, die Vorstellung von Best-Practise-Beispielen erfolgreicher Anwender
  • Hinweise zum Aufbau eines Fablabs
  • Nutzungsmöglichkeiten von 3D-Druckern im Bildungssektor
  • Urheber- und Patentrecht
  • Finanzierung und Fundraising
  • Präsentation 3D-gedruckter Produkte, wie Schmuck, Kleidung, Möbel oder Haushaltsgegenstände

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