Industrie-Pi

Raspbian via virtuellem Linux auf dem Compute Modul 3 installieren

Seite: 4/8

Firma zum Thema

Feintuning: Guest Additions

(Bild: RS Components)

Als erstes wollen wir nun VirtualBox Guest Additions installieren. Mit dieser Software wird die Interaktion zwischen dem Hostcomputer und dem Gastbetriebssystem reibungsloser (beispielsweise die automatische Größenanpassung der VM an die aktuelle Fenstergröße; für Host und Gast freigegebene Zwischenablage und Ordner; reibungslose Mausbedienung inklusive Drag-and-Drop zwischen dem Host und dem Gast usw.).

Bildergalerie
Bildergalerie mit 20 Bildern

In Kapitel 4 der Bedienungsanleitung können Sie alle Vorzüge der Guest Additions-Installation nachlesen. Uns reicht es an dieser Stelle jedoch zu sagen, dass diese Software das Benutzererlebnis verbessert.

Zu Beginn klicken wir oben links auf ‚Activities‘ (Aktivitäten) – analog zum Windows-Startsymbol (Bild oben). Ein Seitenmenü mit Symbolen wird daraufhin angezeigt. Für uns ist das Symbol mit den 3 x 3 Punkten interessant, das die Funktion ‚Show Activities‘ (Aktivitäten anzeigen) bietet.

(Bild: RS Components)

Wir wählen nun den untersten rechten Punkt, um zur letzten Seite der Anwendungen zu gelangen.

(Bild: RS Components)

Hier öffnen Sie ein Fenster auf dem Endgerät. Für das weitere Vorgehen sind Admin-Rechte erforderlich. Deshalb geben Sie in der Eingabeaufforderung (die den Benutzernamen und Hostnamen, die Sie während der Installation festlegten, angibt) folgende Informationen ein:

treadstone@blackbriar:$ su

Kennwort:

Der Befehl ‚su‘ verleiht Ihnen Root-Rechte, und Sie müssen das von Ihnen während der Installation festgelegte Root-Passwort eingeben. Falls Sie ein Linux-Neuling sind, sollten Sie ab hier vorsichtig sein. ‚Root‘ bietet in einer Linux-Umgebung uneingeschränkte Rechte und Linux wird Sie nicht bitten, Ihr ausgewähltes Vorgehen zu bestätigen, auch wenn Sie etwas wirklich Unüberlegtes tun, etwa das ganze Dateiverwaltungssystem rekursiv zu löschen.

Die Eingabeaufforderung wird sich daraufhin in eine Root-Eingabeaufforderung ändern.

root@blackbriar:/home/treadstone#

Hier geben Sie bitte Folgendes ein.

apt-get install dkms build-essential

Es werden wichtige Compiler- und Kernel-Pakete installiert, sodass wir Kernel-Module zur Unterstützung der Guest Additions erstellen können.

Nachdem wir eine Basis geschaffen haben, können wir die (virtuelle) Guest Additions-CD einlegen. Klicken Sie dazu im Pull-down-Menü ‚Devices‘ (Geräte) oben in der VirtualBox auf ‚Insert Guest Additions CD Image…‘ (Guest Additions CD Bild einlegen...).

Es wird ein Fenster mit folgender Meldung angezeigt:

„VBOXADDITIONS_yourversion contains software intended to be automatically started. Would you like to run it?“ (VBOXADDITIONS_Ihre Version enthält Software, die automatisch gestartet werden soll. Wollen Sie sie ausführen?). Klicken Sie auf Schaltfläche ‚Run‘ (Ausführen), um Guest Additions zu installieren.

Für den sehr wahrscheinlichen Fall, dass das jedoch nicht funktionieren sollte, müssen wir auf Plan B zurückgreifen.

Wechseln Sie auf Ihrem Endgerät (als ‚Root‘ eingeloggt) das Verzeichnis.

root@blackbriar:/home/treadstone# cd /media/cdrom

Gefolgt von:

root@blackbriar:/home/treadstone#

Wir können das Installationsskript jetzt wie folgt ausführen.

root@blackbriar:/home/treadstone# sh ./VBoxLinuxAdditions.run

Jetzt sollten Sie folgenden Bildschirm sehen:

(Bild: RS Components)

Um von diesen Guest Additions zu profitieren, müssen wir nun die VM herunterfahren. Klicken Sie auf den kleinen Abwärtspfeil oben rechts und dann auf das Netzschaltersymbol.

(Bild: RS Components)

Bevor Sie die VM wieder hochfahren, können wir einige Anpassungen vornehmen, um unsere neue virtuelle Linux-Maschine zu optimieren. Klicken Sie in VirtualBox mit der rechten Maustaste auf die virtuelle Maschine.

(Bild: RS Components)

Wählen Sie ‚Settings...‘ (Einstellungen...) und dann ‚General -> Advanced‘ (Allgemein -> Erweitert). Jetzt können wir die Einstellungen so ändern, dass Daten einfach für Host und Gast freigegeben werden können. Wählen Sie für „Shared Clipboard“ (Geteilte Zwischenablage) und „Drag‘n’Drop“ (Drag and Drop) die Option ‚Bidirectional‘ (Bidirektional).

(Bild: RS Components)

Wir können auch die Einstellungen für das System und die Anzeigeeinstellung anpassen.

(Bild: RS Components)

Wenn Sie mit den Anpassungen fertig sind, fahren Sie die VM wieder hoch. Sie haben nun eine funktionierende virtuelle Linux-Maschine.

(ID:44567528)