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Ressourcen schonen Recycling gewinnt immer

| Autor / Redakteur: Iris Kumpmann / M.A. Frauke Finus

Der internationale Rohstoffbedarf steigt stetig, parallel sinkt die Menge der verfügbaren Primärressourcen. Es ist daher umso wichtiger, die Rohstoffe, die bereits im Umlauf sind, effizient zu nutzen. Klima und Umwelt durch nachhaltiges Wirtschaften mit Ressourcen zu schonen, ist eine globale Herausforderung.

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Auswirkungen des Braunkohletagebaus.
Auswirkungen des Braunkohletagebaus.
(Bild: Fraunhofer-Umsicht)

Das Fraunhofer Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik Umsicht zeigt in einer aktuellen Studie auf, welchen Beitrag die Alba Group dazu leistet. Der Recycling- und Umweltdienstleister schonte 2014 durch die Kreislaufführung von rund 6 Mio. t Wertstoffen über 48,3 Mio. t Primärressourcen.

Tausende Tonnen Abraum aus der Rohstoffgewinnung, Erdöl oder Erdgas für Kraftstoffe, hinzukommen Raffinerieabfälle und Gewässerverschmutzung – die Nutzung von Primärressourcen wie Kupfererze oder Rohöl ist mit einem immensen Rohstoffaufwand verbunden. „Diese Vorkette fällt in der Sekundärproduktion teilweise deutlich kürzer aus“, erklärt Dr. Hartmut Pflaum, Abteilungsleiter Ressourcen- und Innovationsmanagement bei Fraunhofer-Umsicht. Denn im Recyclingfall schöpfe die Industrie aus einem bereits im Wirtschaftskreislauf vorhandenen Materialfundus, ohne energie- und rohstoffintensive Gewinnung.

Ein vergleichbarer Effekt wären 3,3 Millionen Autos weniger

Deutschland ist Vorreiter auf dem Gebiet der Wiederverwertung von Abfällen und Reststoffen. Jährlich ersetzt das Recycling von Abfällen hier Rohstoffimporte im Wert von 20 Mrd. Euro. Bis zum Jahr 2020 könnte die Summe auf rund 30 Mrd. Euro ansteigen. Einen wichtigen Part übernehmen dabei Unternehmen aus der Recycling- und Umweltbranche. Das Fraunhofer-Umsicht begleitet bereits seit 2007 die Alba Group wissenschaftlich und ermittelt, welchen Effekt das Recycling der Unternehmensgruppe auf die Umwelt hat. Für 2014 hat das Oberhausener Forschungsinstitut die gebündelten Recyclingaktivitäten in Deutschland, Österreich, Polen und Slowenien untersucht.

Wie viele Ressourcen wurden in einem Jahr durch die Kreislaufführung von Metallen, Elektroaltgeräten, Papier/Pappe/Karton, Glas, Leichtverpackungen, Kunststoffen und Holz eingespart? Die Studie „Resources saved by Recycling“ zeigt, dass die Alba Group mehr als 48,3 Mio. t Primärressourcen durch die Wiederverwertung von rund 6 Mio. t Wertstoffen schonen konnte. Im selben Zeitraum wurden zudem 6,6 Mio. t weniger Treibhausgasemissionen in die Umwelt emittiert. Um einen vergleichbaren Effekt zu erzielen, müsste die Anzahl der Autos auf deutschen Straßen um etwa 3,3 Millionen reduziert werden.

Ganzheitliche Kreislaufwirtschaft der richtige Schlüssel

Recycling-Experte Dr. Pflaum weiß: „In unserem Vergleich primär gegen sekundär gewinnt Recycling fast immer – egal ob es um Ressourcenschonung, Treibhausgasersparnis oder wirtschaftliche und gesellschaftliche Implikation geht.“ Um die Ziele des von der Bundesregierung fixierten Ressourceneffizienzprogramms Progress einzuhalten, bis 2020 die Ressourcenproduktivität in Deutschland gegenüber 1994 zu verdoppeln, sind ehrgeizige Maßnahmen notwendig. Das Fraunhofer-Umsicht zeigt mit der vorliegenden Studie, dass Recyclingunternehmen einen deutlichen Beitrag leisten können und eine ganzheitliche Kreislaufwirtschaft der richtige Weg ist.

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