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Fakuma 2018 Recycling-Power und „grüne“ Kunststoffe sind im Kommen

| Redakteur: Peter Königsreuther

Zum verantwortungsvollen Umgang mit Kunststoffen muss die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet werden. Was tun, wenn das Ende eines Produktlebens gekommen ist? Die Fakuma setzt deshalb vom 16. bis 20. Oktober den Fokus auf Nachhaltigkeit und Intensiv-Recyling.

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Wie kann man Kunststoffteile nach Ablauf ihres Lebenszyklus wieder zu brauchbaren Werkstoffen machen, ohne dabei in die Gefahr des Downcyclings zu geraten? Das und noch viel mehr sind Fragen, die auf der Fakuma 2018 in Friedrichshafen laut Aussage des Messeveranstalters Schall Messen beantwortet werden.
Wie kann man Kunststoffteile nach Ablauf ihres Lebenszyklus wieder zu brauchbaren Werkstoffen machen, ohne dabei in die Gefahr des Downcyclings zu geraten? Das und noch viel mehr sind Fragen, die auf der Fakuma 2018 in Friedrichshafen laut Aussage des Messeveranstalters Schall Messen beantwortet werden.
(Bild: Schall Messen)

Recycling und Wiederverwertung stehen insbesondere bei den Kunststoffbe- und Verarbeitern hoch im Kurs, wie der Messeverantalter Schall sagt. Selbst Hightechwerkstoffe wie CFK würden immer öfter wiederverwertet und einem neuen Zweck zugeführt. Dabei ist darauf zu achten, dass das so genannte „Downcycling“ durch moderne Verfahren und sortenreine Wiederverwertung verhindert wird, so Schall. „Schon seit einigen Jahren wird die Kunststoffbranche peu a pau nachhaltiger“, erklärt die Fakuma-Projektleiterin, Annemarie Schur. Das gelte nicht nur für den Wertstoffkreislauf, sondern beispielsweise auch für energiesparende und damit wirtschaftlichere Fertigungsverfahren, energieeffizientere Maschinen und biologisch abbaubare Kunststoffe. Dabei stehen die nachhaltigen Alternativen ihren klassischen Vorgängern in Beständigkeit, Verarbeitungsqualität und Gewichteinsparung in nichts nach, wie es weiter heißt.

Kunststoffe substituieren weiter die klassischen Materialien

Immer mehr Produkte werden heute aus Polymeren hergestellt, so die Messeverantwortlichen. Der gleichzeitig steigende Anspruch an immer höhere Leistungsfähigkeit und beste Qualität fordere aber Innovationsbereitschaft und neue Entwicklungen. Außer sogenannten „grünen“ Neuheiten präsentiere man auf der Fakuma auch alle Komponenten und Systeme, die für klassische sowie auch innovative Verfahren nötig sind. Ob Spritzgießen oder Extrudieren, ob Thermoformen, Schäumen oder 3D-Printing – in Friedrichshafen sind laut Schall alle Rohstofferzeuger, Maschinenbauer und Hersteller von technischen Teilen zu allem versammelt, was die gesamte Prozess- und Wertschöpfungskette momentan prägt. „Für viele Aussteller ist die Fakuma die praxisnahe Plattform, um ihre Innovationen erstmalig der Öffentlichkeit zu präsentieren“, ergänzt Schur.

Individualisierte Produkte werden laufend günstiger

Auch in der Kunststoffwelt werden Verarbeitungsprozesse immer stärker automatisiert, heißt es. Der Bedarf an Industrie 4.0-fähigen Systemen und Komponenten, die Fertigungsschritte sowie Qualitätskontrolle inline ermöglichen, steige deshalb rapide an. Wo moderne Robotik beim Handling unterstützt und die Software Soll-Ist-Vergleiche in Echtzeit liefert, wird eine variantenreiche Produktion im Kunststoffsektor immer wirtschaftlicher, wie Schur erklärt. Zudem müssten sich Kunststoffbe- und -verarbeitende Unternehmen heute immer globaler ausgerichten. Die Forderung nach Variantenvielfalt, kleinere Stückzahlen und auftragsgesteuerte Losgrößen sowie kürzere Produktlebenszyklen stellen die Hersteller von Kunststoffteilen deshalb weltweit vor große Herausforderungen. Die Fakuma mit ihren internationalen Ausstellern liefert deshalb auch Antworten auf viele Fragen, welche die Branche heute beschäftigen, heißt es.

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