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Kunststoff-Cluster

Recycling von Hartkunststoffen optimierbar – doch der Ölpreis diktiert mit

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Expertise und Technologie entscheiden über Erfolg

Um diese brachliegenden Rohstoff-Ressourcen zu nutzen, haben diese vier Partnerunternehmen des Kunststoff-Clusters gemeinsam in einem Cluster-Kooperationsprojekt an einer Möglichkeit gearbeitet, wie diese Hartkunststoff-Fraktion stofflich sinnvoll aufgearbeitet und verwertet werden kann. Das Ergebnis des im Frühjahr 2016 abgeschlossenen Projekts liegt nun vor. Die gesamte Prozesskette von der Reinigung, Aufbereitung und Rezeptierung bis zur Herstellung neuer, hochwertiger Produkte im Spritzgießverfahren, wurde dabei technologisch dargestellt und optimiert. Letztendlich zeigte sich, dass das so hergestellte Regranulat nur geringfügigst schlechtere mechanische Eigenschaften als Neumaterial aufweist und als Ersatz für Neuware bestens geeignet ist, wie das Team betont. Mit diesem Wissen und der optimierten Prozesstechnologie könne die bis dato ungenutzte Fraktion also stofflich sinnvoll wiederverwertet werden.

Niedriger Ölpreis grätscht dazwischen

Klar habe sich aber auch gezeigt, dass die Wirtschaftlichkeit an den Preis der Neuware gekoppelt ist. Der aktuell niedrige Ölpreis macht folglich die stoffliche Verwertung dieser Fraktion – trotz nun vorhandenem Wissen und optimaler Technologie de facto fast unrentabel. Der Projektpartner Innplast arbeitet deshalb jetzt, wie es heißt, an der Nutzbarmachung des Polystyrol-Anteils dieser Fraktion weiter (Bild). Wenn die Anstrenung zum Erfolg führen sollte, dass parallel zu den Polyolefinen auch dieser Anteil verwertet werden kann, wäre auch in Zeiten eines niedrigen Ölpreises die Wirtschaftlichkeit gesichert. MM

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