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Reinraum zum Mitnehmen

| Redakteur: B.A. Sebastian Hofmann

Die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA haben ein mobiles, zeltähnliches Reinraumsystem entwickelt, das sich in weniger als einer Stunde aufbauen lässt.

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Cape schützt Produkte beim Herstellungsprozess und sorgt für die Vermeidung von Querkontaminationen.
Cape schützt Produkte beim Herstellungsprozess und sorgt für die Vermeidung von Querkontaminationen.
(Bild: Fraunhofer IPA)

Schon geringe Verschmutzungen können in vielen Branchen zu Qualitätseinbußen und dadurch zu finanziellen Verlusten führen. Geraten Verunreinigungen und Keime auf Automatisierungskomponenten, Werkzeuge oder Mikrochips, sind fehlerhafte Endgeräte die Folge. Um solche Defekte zu vermeiden, lagern Unternehmen ihre Fertigungsschritte heute standardmäßig in Reinräume aus. Diese sind jedoch teuer, nicht überall verfügbar und schützen nicht vor Querkontaminationen. Oftmals müssen auch die Reinräume selbst keimfrei gehalten werden, beispielsweise beim Aufbau oder der Wartung.

Mit dem neuen Reinraumsystem Cape des Fraunhofer IPA bekommen Hersteller nun eine mobile, kontaminationsfreie Fertigungsumgebung an die Hand, die Luftreinheiten von der ISO-Klasse 1 bis 9 ermöglicht. Sie eignet sich dazu, Verunreinigungen während Wartungsarbeiten auszuschließen, schafft aber auch einen sterilen Raum unter einem zeltähnlichen System. Betriebe können es in Industriehallen oder auch in Außenbereichen aufstellen, sofern ein fester Untergrund vorhanden ist.

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