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Dinse / Fanuc

Retrofit – alten Schweißrobotern neues Leben einhauchen

| Autor / Redakteur: Saskia Schmidt / Frauke Finus

Der Fanuc-Roboter M-6i von 2001 mit Dinse-Schweißequipment bestehend aus MIG/MAG-Stromquelle DIX PI 400, Drahtvorschub WF 50, Sicherheitsabschaltung SAS 100, Schweißgarnitur DIX METZ 600 und dem flüssiggekühlten Schweißbrenner METZ 522.
Der Fanuc-Roboter M-6i von 2001 mit Dinse-Schweißequipment bestehend aus MIG/MAG-Stromquelle DIX PI 400, Drahtvorschub WF 50, Sicherheitsabschaltung SAS 100, Schweißgarnitur DIX METZ 600 und dem flüssiggekühlten Schweißbrenner METZ 522. (Bild: Dinse)

Zu dem Zeitpunkt, an dem junge Erwachsene ihre Volljährigkeit feiern, wird so manches Roboter-System wegen Altersschwäche in den Ruhestand geschickt. Nicht so bei Medzes Components: Ein 18 Jahre alter Roboter wurde nach langem Stillstand wieder zum Leben erweckt.

Das lettische Unternehmen Medzes Components ist Hersteller von Metallkomponenten. Es hat den Fanuc-Roboter M-6i mit der Steuerung R-J3 aus dem Jahr 2001 früher für das Plasmaschweißen eingesetzt. Seit einigen Jahren stand das System jedoch ungenutzt in der Fertigung, obwohl die gesamte Mechanik des Roboters noch vollkommen intakt war. Mithilfe von Dinse wurde das stark in die Jahre gekommene Robotersystem in kürzester Zeit und wenigen Schritten verjüngt und mit einem modernen Komplettsystem für MIG/MAG-Schweißen versehen. Die intelligente Idee dahinter: Alte Steuerung und moderne Stromquellen werden an den richtigen Schnittstellen verknüpft und kommunizieren nun einwandfrei. Die gesamte Umrüstung hat nur wenige Stunden in Anspruch genommen.

Im ersten Schritt wurde das alte Equipment inklusive Sicherheitsabschaltung abgebaut. An dessen Stelle wurden ein Flansch, die Sicherheitsabschaltung SAS 100, die Garnitur DIX METZ 600 mit festem Halter und der flüssiggekühlte Schweißbrenner METZ 522 für eine Belastung von bis zu 350 Ampere montiert. Im Anschluss bauten die Servicetechniker eine Kofferhalterung und fixierten den Drahtvorschub WF 50 mit leistungsstarkem 4-Rollenantrieb darauf. Schlussendlich wurden die Systembestandteile an die MIG/MAG-Stromquelle DIX PI 400 angeschlossen. Dieser Stromquellen-Typus verfügt über modernste Prozessor- und Invertertechnologie und beinhaltet die Sonderprozesse RMT (Rapid MAG Technology), HC MAG (Heat Controlled MAG) sowie Power Puls. RMT ermöglicht mit einem extrem fokussierten, energiereichen Sprühlichtbogen eine deutliche Steigerung der Schweißgeschwindigkeit. HC MAG sorgt für eine hohe Abschmelzleistung durch periodisch wechselnde Polarität - Wärmeeinbringung und Verzug sind dabei minimal. Für schnelleres Wurzelschweißung oder extreme Spaltüberbrückbarkeit ist dieser Prozess ideal. Power Puls ermöglicht unter anderem eine regelmäßige Nahtschuppung. Aufgrund dieser Features war die DIX PI für den Kunden, der Wert auf hohe Prozessstabilität und flexible Einsatzmöglichkeiten legt, ein Muss.

Retrofitting ist an jedem Robotermodell möglich.

Im nächsten Schritt war die Expertise der Dinse-Systemtechniker gefragt, denn ging es darum, an die relevanten Schnittstellen der Steuerung des Fanuc-Roboters anzudocken. Die Kommunikation zwischen Stromquelle und Robotersteuerung spielt sich an einer internen Schnittstellen-Platine innerhalb des Steuerungs-Gehäuses ab. Dort sind die Ein- und Ausgänge für den Roboter platziert. Damit zwischen der alten Robotersteuerung R-J3 und der modernen DIX-PI-Stromquelle Signale ausgetauscht werden können, kappten die Techniker sämtliche Schnittstellen, die noch von der vorangegangenen Stromquelle vorhanden waren. Das alte Interface wurde damit deaktiviert. An dieser Stelle wurden nun die relevanten neuen Verknüpfungen erstellt. Ab diesem Punkt konnte die Anlage eingeschaltet und mit dem Schweißen begonnen werden.

Retrofitting ist an jedem Robotermodell möglich. Dinse bietet systematische Verjüngungsprogramme, die allen gängigen Robotertypen in kürzester Zeit neues Leben einhauchen und sie auf den neuesten Stand der Schweißtechnik setzen können. Damit können industrielle Produktionsanlagen wirtschaftlicher arbeiten und länger genutzt werden.

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